Gitarren und Flöten verzaubern

MOSES Konzert belegt deutliche musikalische Entwicklung
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Mit den Volksliedern "Winter Ade" und "Im Märzen der Bauer" zeigte Sina Reibert bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt ihre beachtliche musikalische Entwicklung mit der Flöte. Im Anschluss bewiesen Leonie Schmidt und Leni Balzer, erstaunlich routiniert und aufeinander abgestimmt, dass sie einfühlsam und tonsicher Mauro Giulinani’s "Thema" und das Volkslied "Heißa, Kathreinerle" auf der Gitarre interpretieren können.

Mit zunehmender Dauer des Konzerts steigerten sich die Herausforderungen an die jungen Künstler

Der "Walzer", in drei Variationen des italienischen Komponisten und Gitarristen Ferdinando Carulli, stellte an Johann Philipp Jäger hohe Ansprüche, die er souverän meisterte. Auch Marie Bende zeigte, dass sie ihre Flöte beim Volkslied "Wir sind zwei Musikanten" und der "Gavotte 1" von E.P. Chédeville bereits außergewöhnlich gut beherrscht.

Lucie Keller musste beim "Andantino" von Fernando Sor und "La Oveja Negra" von Torsten Ratzkowski mit den Tücken der Technik ihrer Gitarre kämpfen. Trotz des "Schepperns" der Gitarre bei hohen Tönen, dies hatte technische Gründe, wurde ihre gute musikalische Entwicklung deutlich. Auch Ina Schmidt überzeugte auf der Flöte mit dem Volkslied "Der Kuckuck und der Esel" sowie mit "Bourée" von J.B. Boismortier.

Mit einer verblüffenden Grifftechnik imponierten die Geschwister Emma und Moritz Bögel mit "Bourrée" von J. de Saint Luc und der "Romanze" von Ferdinando Carulli. Mit zunehmender Dauer des Konzertes steigerten sich auch die musikalischen Herausforderungen an die jungen Künstler, die diese aber souverän meisterten. Dies war umso erstaunlicher, da es für viele Musiker der erste Auftritt in der Öffentlichkeit war.

Julia Franke mit "Gavotte" (M.Prätorius), "Ein Hase saß im tiefen Tal" (Volkslied), "Allemande" (E.P. Chédeville) sowie Loreen Groen mit dem "Rondo" von Fernandino Carulli standen den musikalischen Darbietungen ihrer Vorgänger in keinster Weise nach. Vanessa Rehm mit der Gitarre war es vorbehalten mit "Donte se fue Amor" Werke der jüngeren Komponisten Jan Thomsen und Torsten Ratkowski und "Nostalgia" von Gerald Schwertberger den feinen Abschluss des ersten Teil des Konzertes zu setzen.

Eine Tombola, deren Erlös der Renovierung des evangelischen Gemeindehauses zugute kommen soll, überbrückte die Pause. Danach zeigten der junge Gitarrist Jannis Schwarz mit "La Corûna" (C.Hartoc) und die Flötistin Lena Wilke mit "Allegro, Moderato, Allegretto" (M.Zimmermann) ihre bereits erlangte musikalische Reife und ihr künstlerisches Talent. Vor dem großen Finale imponierte Hannah Weller bei "Prélude No.1" eines der anspruchsvollsten Werke des brasilianischen Komponisten und Gitarristen Heitor Villa-Lobos, ihrem Können und mit ihrer Spielfreude, die sie sich in den neun Jahren Gitarrenunterricht angeeignet hat.

Zum ersten Mal konnte man bei einem Konzert der Musikschule Moses auch ein Duett mit einer Geige und einer Gitarre hören. Sonja Stollwerck und Jonas Blöcher ließen Niccolò Paganini’s "Cantabile" zu einem Klangerlebnis der besonderen Art werden. Krönender Abschluss des Konzertes war Fernandino Carulli’s "Notturno Op. 128, Nr.2", bei dem Louis und Jonas Blöcher die etwa 150 Zuhörer in ihren Bann zogen.


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