"Gladenbach hat's - Talent!"

MUSIKSHOW 550 Fans im ausverkauften Haus des Gastes feiern acht Bands und Solokünstler

Let’s swing: Multitalent Dirk Keßler bringt die Fans mit Songs von Robbie Williams und Roger Cicero zum Jubeln. (Foto: Tietz)

Musik fürs Herz: Das Duo bonne heure - Rosie Ziegenbein und Wieland Boebel - sorgen für Gänsehaut-Atmosphäre. (Foto: Tietz)

Moderne Blasmusik: Die Combo "total verSACKt" um Bandleader Christian Sack feierte eine gelungene Premiere in Gladenbach. (Foto: Tietz)

Pure Spielfreude: Henry Michel und seine Cousins von den Boptown Cats brachten den guten, alten Rock´n´Roll mit nach Gladenbach. (Foto: Tietz)

Klassischer Auftakt: Tenor Paolo Marinello eröffnet die Gladenbacher Musikshow unter anderem mit einer Opernarie. (Foto: Tietz)

Gefühlvoll und voller Leidenschaft: Uwe Tittl und Andreas Lenz verzaubern das Publikum mit "Crying in the rain" von den Everly Brothers. (Foto: Tietz)

Lieder von unnerum: Die "Pils-Köppe" von Erek-sión - Holger Flurschütz, Hansi Rink,  Jens Förster und Dirk Hanelt - begeisterten das Publikum mit ihrer neuen Show "Sextherapie". (Foto: Tietz)

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"Ein musikalisches Highlight" versprachen Bürgermeister Peter Kremer sowie Kirschenkönigin Katharina Becker und ihr Prinz Jonas Haus dem Publikum zum Start des fast vierstündigen Programms. Und sie sollten Recht behalten.

"Ein super klasse Abend, vielen dank! Ich hätte gerne so was am Samstagabend im Zelt beim Kirschenmarkt! Gladenbach hat's - Talent!", lautete am Sonntag der Kommentar einer begeisterten Zuhörerin auf der Internet-Plattform Facebook.

Neben der Musik spielt an diesem Abend auch der Humor eine große Rolle

Nach der viel umjubelten Premiere vor zwei Jahren hatten die beiden Konzert-Organisatoren Uwe Tittl ("The voice of Elvis") und Dirk Hanelt (Taktgeber bei der Band Erek-sión) für die Neuauflage noch eine Schippe draufgelegt. Präsentiert wurde die Musikshow wieder von der Gesellschaft "Stadtmarketing - Energie - Bäder" und dem Hinterländer Anzeiger.

Acht Bands und Solokünstler nahmen das Publikum mit auf eine unterhaltsame Reise durch die verschiedenen Musikstile und -epochen. Diese moderierte mit viel Charme und Witz der Gladenbacher Lutz Riemenschneider. "Der ist in der ganzen Welt bekannt", kündigte Kremer den Conférencier des Abends mit einem Schmunzeln an. Riemenschneider lenkte das Scheinwerferlicht sogleich auf die Hauptakteure. "Für unsere heimischen Künstler ist dieser Auftritt vor so großem Publikum etwas ganz Besonderes", sagte der Moderator. Musikalische Vielfalt war an diesem Abend Trumpf: Der Bogen spannte sich von der Opernarie über moderne Blasmusikarrangements und mitreißenden Rock’n’Roll bis hin zu gefühlvoller Popmusik und frech-frivolem A-cappella-Gesang.

Für den Klassikpart zum Auftakt zeichneten Tenor Paolo Marinello und Helmut Werner (Klavier) verantwortlich, die unter anderem die Arie "Nessun dorma" aus der Oper "Turandot" anstimmten.

Flotten Swing und Gänsehaut-Balladen von Roger Cicero und Robbie Williams hatte Multitalent Dirk Keßler im Gepäck, der auch am Klavier und mit dem Saxofon seine Fans begeisterte. "Die Hütte ist so voll, ein Wahnsinn", freute sich der Sänger und Instrumentalist über die Stimmung im Saal.

Die 50er Jahre ließen die Boptown Cats wieder aufleben. Henry Bausch (Bass), Henry Michel (Akkordeon), Richy Maciossek (Gitarre) und Remo Michel (Drums) brachten mit "Johnny B. Goode" von Chuck Berry das Haus des Gastes zum Beben. "100 000 mal kopiert, aber nie so gut wie bei uns", kündigten die vier Cousins den Ohrwurm an - und hatten damit natürlich die Lacher auf ihrer Seite.

Überhaupt: Der Humor und damit der Spaß kam an diesem Abend nicht zu kurz. "Er singt besser als Elvis, ist älter geworden als sein Vorbild und sieht natürlich auch besser aus": So kündigte Lutz Riemenschneider einen weiteren Bühnenstar an - Uwe "The voice of Elvis" Tittl. Der Gladenbacher überzeugte einmal mehr mit Songs wie "In the ghetto", "Suspicious minds" und "Poor man’s gold" - dieses von Elvis nie aufgenommene Lied widmete Tittl seinen Töchtern - sowie auch mit Neil Diamonds "Sweet Caroline".

Ganz andere Töne - nämlich "total genitale" (Lutz Riemenschneider) - stimmten die "4 Pils-Köppe" Holger Flurschütz, Dirk Hanelt, Jens Förster und Hansi Rink an. Erek-sión machten ihrem Bandnamen alle Ehre, diesmal mit ihrer neuen Show "Sextherapie".

Klassiker wie "Griechischer Wein" und "Die kleine Kneipe" werden mit sozialkritischen, aufklärenden Texten aufgepeppt und werden so zu "Lieder von unnerum" ("Krieg ich ihn rein", "Die geile Heike").

Unterstützt wurden Erek-sión von der Combo "total verSACKt" um Bandgründer Christian Sack. Die zwölf Instrumentalisten wussten mit modernen Blasmusik-Arrangements zu gefallen.

Beim großen Finale stimmen die Musiker bekannte Schlager von Udo Jürgens an

Gitarrist und Sänger Andreas Lenz verdiente sich einen Extra-Applaus des Publikums mit Songs von den Everly Brothers und Willie Nelson, die er zusammen mit Uwe Tittl und Paolo Marinello anstimmte. Tittl wiederum bot als besonderes musikalisches Bonbon auch gemeinsame Auftritte mit den Boptown Cats und Erek-sión.

Mit Musik fürs Herz verzauberte das Duo bonne heure - Rosie Ziegenbein und Wieland Boebel - die Zuhörer. Ein Höhepunkt des Abends war dabei die olympische Ballade "One moment in time".

Beim großen Finale kurz vor Mitternacht erinnerten die Bühnenakteure dann mit einem Medley an Udo Jürgens. In zwei Jahren - so der Plan - soll es eine Neuauflage der Gladenbacher Musikshow geben.


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