Hoher Schaden nach Brand

LACKIERHALLE  Ursache für Feuer in Gladenbach ist noch unklar

Nur ein paar Löcher im Dach des Fabrikgebäudes weisen auf dem Gelände der Firma Elkas in Gladenbach auf das nächtliche Feuer hin.

In dem Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie, der Transport- und Lagerboxen herstellt, war in der Nacht ein Feuer gemeldet worden. Gefordert waren zunächst die Einsatzkräfte aus der Kernstadt und Erdhausen, die in einem solchen Fall zusammen alarmiert werden. Um genügend Atemschutzgeräteträger vor Ort zu haben, wurden zur Unterstützung die Wehren aus Runzhausen, Rachelshausen und Rüchenbach gerufen.
In der Lackierhalle des Betriebes brannte es im Bereich der Lüftungsanlagen unterhalb einer Spritzanlage. „Die Schwierigkeit war, dass wir aufgrund des starken Rauches zunächst nichts gesehen haben“, erklärte Stadtbrandinspektor Reiner Horak.

Nachdem der Brandherd gefunden war, gingen die Löscharbeiten problemlos vonstatten. Laut Horak breitete sich das Feuer auf einer Länge von etwa 30 Metern an der Decke aus.

Firmenchef Jürgen Lohse war von Feuerwehr und Kriminalpolizei um 2.45 Uhr über den Brand informiert worden. Als er gut eine Viertelstunde später in der Bahnhofstraße ankam, seien die Löscharbeiten der Feuerwehr bereits so gut wie beendet gewesen. Gegen 4.30 Uhr konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

"Der Schaden ist nicht unerheblich, über die Höhe können wir aber noch keine Angaben machen", sagte Lohse am Dienstagmittag. Zunächst müssten die Gutachter die Halle in Augenschein nehmen. Die Elektronik wie auch das Dach seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Erst vor vier Wochen hatte die Firma die Halle renoviert.

Beim Wechsel auf die Nachtschicht waren noch keine Probleme in der Halle erkennbar

Mit Mutmaßungen über den Auslöser des Feuers hielt sich Lohse zurück. „Wir arbeiten im Zweischichtbetrieb, um 21.45 Uhr war noch alles in Ordnung, das wird bei uns regelmäßig kontrolliert“, sagte der Geschäftsführer. Das Unternehmen schickte nach dem Brand die meisten seiner Mitarbeiter nach Hause. Lediglich in der Verwaltung wurde noch gearbeitet. Aufräum- und Reparaturarbeiten waren zunächst nicht möglich. Dafür muss der Sachversicherer erst die betroffene Fertigungshalle freigegeben.

Ermittler der Kriminalpolizei Marburg begannen am Dienstag mit der Suche nach der Brandursache. "Nach Rücksprache mit der Feuerwehr besteht keine Gefahr durch giftige Gase", so Polizeisprecher Martin Ahlich.


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