Schlossgespenst trifft Don Quixotte

MUSIK Spanien steht im Zentrum der Festspiele von 14. bis 21. Juli

Das Schlossgespenst ist wieder mit von der Partie bei den Schlossfestspielen im Juli in Marburg. Nach Slowenien im vergangenen Jahr dreht sich nun alles um Spanien. (Foto: Döhn)

Für die Kinder gibt es ein Wiedersehen mit dem Schlossgespenst Elsbeth, das im Vorjahr durch die Kasematten geisterte. Diesmal nimmt es das ganze Schloss in Besitz, immer auf der Flucht vor Don Quixotte, dem berühmten Ritter von der traurigen Gestalt, der sich in Elsbeth verliebt hat. Die Besucher erleben eine abenteuerliche Geschichte um Ritter und Minne und gleichzeitig eine andere Kultur mit den Ohren kennen. Dabei stoßen sie im Schlossmuseum natürlich auch auf Rüstungen, Schwerter und Schilde. "Das ist eine schöne Möglichkeit, Schlossgeschichte erlebbar zu machen", sagt Museumsdirektor Christoph Otterbeck als "Hausherr".

Für die Kinder gibt es ein Wiedersehen mit Schlossgespenst Elsbeth

"Das Schlossgespenst und der Ritter von der traurigen Gestalt" wurde eigens für musica europa von dem jungen spanischen Komponisten Agustin Castilla-Avila geschaffen, der auch selbst als Sachno Pansa mit seiner Gitarre mitwirkt. Das Libretto stammt von den beiden Frauen, die die Festspiele federführend verantworten: Kerstin Weiß und Enke Eisenberg. Uraufgeführt wird die Kinderoper am 17. Juli, zehn weitere Vorstellungen folgen.

An Erwachsene wendet sich die Oper "La vida breve - Das kurze Leben" von Manuel de Falla, in Spanien sehr bekannt, in Deutschland weniger. Sie gilt als "spanischste aller Opern" und verbindet musikalische Elemente, die an Puccini erinnern, mit Elementen der Moderne. Im Fürstensaal wird sie viermal in spanischer Sprache mit einer Einführung in die Handlung zu erleben sein, in Kammerbesetzung mit Marburger Musikern. Die musikalische Leitung hat Jean Kleeb, Musiker und Komponist aus Marburg mit Wurzeln in Brasilien. Die Hauptrollen wiederum werden von spanischen Sängern interpretiert, was dem Leitgedanken von musica europa entspricht, eine Begegnung von Musikern aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu fördern.

Der Vorverkauf hat läuft bereits, Karten gibt es bei der Tourist-Info

Eröffnet werden die Schlossfestspiele mit einer Matinee im Rahmen von "3 Tage Marburg". Am Sonntag, 14. Juli, präsentiert das 25-köpfige Ensemble der Schlossfestspiele ab 11 Uhr im Fürstensaal spanische Lieder und stellt die beiden Opernproduktionen vor. Mit dabei ist auch das Duo "Canta alla Viola", das am 18. Juli ein Konzert im Rittersaal geben wird. Fernando Marin spielt Renaissancemusik auf der historisch nachgebauten Viola da Gamba, Nadine Balbisi singt dazu.

Die Stadt Marburg unterstützt die Schlossfestspiele mit 25 000 Euro, dazu kommen die Einnahmen und Unterstützung durch Sponsoren. Dennoch können die Veranstalter den Künstlern nicht mehr als die Spesen und die Überachtung bezahlen - trotzdem haben sich genug Künstler gefunden, die sich für das Projekt begeistern.

Der Vorverkauf für die Festspiele hat begonnen. Karten sind erhältlich im Internet unter www. musicaeuropa.de und bei der Marburger Tourist-Info, (0 64 21) 9 91 20.


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