Wald wirft wieder Gewinn ab

FORSTWIRTSCHAFT Gladenbach erwartet Überschuss von fast 57 000 Euro

Gleich fällt die Buche: Der Wald ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt Gladenbach. (Foto: Heller)

Der Gladenbacher Stadtwald ist 1008 Hektar groß. Dies entspricht in etwa der Fläche von 1411 Fußballfeldern oder der sechsfachen Größe der Insel Helgoland. Im Ranking der kommunalen Wälder im Hinterland nimmt Gladenbach Platz vier ein - hinter Biedenkopf (2900 Hektar), Breidenbach (1670 Hektar) und Dautphetal (1420 Hektar) und vor Steffenberg (710 Hektar), Angelburg (660 Hektar) und Bad Endbach (650 Hektar).

Das Holz aus dem Gladenbacher Wald soll im kommenden Jahr für über 200 000 Euro verkauft werden

Das Gladenbacher Holz soll im kommenden Jahr für über 200 000 Euro verkauft werden. Das geht aus dem Forstwirtschaftsplan hervor, den das Forstamt Biedenkopf für die Kommune erstellt hat. Der Holzeinschlag beläuft sich auf 4400 Festmeter.

Ein Drittel davon entfällt auf die Eiche (1457 Festmeter) - gefolgt von Fichte (1338 Festmeter), Buche (1125 Festmeter) und Kiefer (520 Festmeter). Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter fester Holzmasse, ohne Zwischenräume in der Schichtung. Diese Einschlagsquote entspricht in etwa dem vom Regierungspräsidium festgelegten Hiebsatz, der für Gladenbach bei 4345 Festmeter liegt. Dieser Wert legt die durchschnittliche Einschlagsmenge von zehn Jahren fest.

Die Forstwirtschaft im Stadtwald verursacht natürlich auch Kosten. Diese summieren sich im nächsten Jahr auf rund 150 000 Euro. Der größte Brocken (81 000 Euro) fällt für die beauftragten Unternehmen an, die das Holz einschlagen und abtransportieren. Die Beförsterungskosten schlagen mit knapp 50 000 Euro zu Buche. Unterm Strich wird in Gladenbach aber ein sattes Plus stehen - fast 57 000 Euro sollen in die Stadtkasse fließen. Zum Vergleich: Die Nachbarkommune Dautphetal rechnet mit einem Überschuss von 14 000 Euro, in der Gemeinde Bad Endbach wird mit einem Gewinn von 28 000 Euro kalkuliert.

Leise Kritik musste sich Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) im Vorfeld des Parlamentsbeschlusses anhören. Denn die Stadtverordneten hatten diesmal nicht die Möglichkeit, Informationen zum Forstwirtschaftsplan aus erster Hand zu bekommen. Forstamtleiterin Sigrid Krawielitzki hatte den Plan nur im Magistrat vorgestellt und der tagt hinter verschlossener Tür. In anderen Hinterland-Kommunen stand Krawielitzki den Parlamentariern dagegen in öffentlichen Ausschuss-Sitzungen Rede und Antwort. Dieses Vorgehen forderten nun auch die Gladenbacher für die Zukunft ein. Kremer sagte dies zu


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