
In der Dorfmitte von Holzhausens trafen sich rund 20 Wanderer, um sich bei sonnigem Wetter in Richtung Hilsberg auf den Weg zu machen. Unter ihnen auch der ehemalige Revierförster Harald Kuffner, der als Gast teilnahm.
Sein fachkundiger Rat war an diesem Tag immer wieder gefragt - beispielsweise in Bezug auf die Aufarbeitung von "Kyrill"-Flächen. Mittlerweile sind mehr als fünf Jahre vergangen, seit der Orkan im Januar 2007 über die heimischen Wälder fegte. Fünf Jahre, in denen die Waldbesitzer auf unterschiedliche Weise mit den Folgen von "Kyrill" umgegangen sind. Einige haben am brachliegenden Zustand der Flächen nichts geändert und der Natur ihren Lauf gelassen. Andere setzen auf Aufforstung - zum Teil mit gemischten Kulturen. Kuffner wies darauf hin, dass "Kyrill" die Bedingungen, unter denen sich bestimmte Kulturen entwickeln können, verändert hat.
So seien an vielen Stellen im Wald nun andere Lichtverhältnisse vorzufinden. Dies bleibe nicht ohne Folgen. Ein verstärkter Lichteinfall gebe bestimmten Baumarten eine Chance zum Wachstum, die sie im Schatten höherer Bäume nicht gehabt hätten, so Kuffner. Vorteilhaft sei es, wenn eine Fläche von unterschiedlich hohen Bäumen bewachsen sei. So ließen sich Sturmschäden in Grenzen halten.
"Die Ungleichaltrigkeit der Bäume ist das Ziel", machte Kuffner deutlich. Er betonte zugleich, dass selbst die professionellste Prävention keine vollständige Sicherheit vor Windwurf biete: "Geschick allein reicht nicht aus, es gehört auch Glück dazu." Für große Befürchtungen unter Holzhäuser Waldbesitzern sorgt der von der Gemeinde Bad Endbach geplante Bau eines Windparks am Hilsberg.
Ein Thema, das während der Wanderung immer wieder angeschnitten wurde. Durch die Rodung vieler Bäume an den Standorten der Windenergieanlagen würden dem Wind zuvor nicht vorhandene Angriffsflächen geboten, so die Sorge der Waldbesitzer.
n Windpark auf dem Hilsberg macht den Waldbesitzern weiter Sorge
Einen Zwischenstopp legten die Wanderer nach rund vier Kilometern im Rondell am Hilsberg ein, wo sie sich stärkten. Anschließend setzten sie ihren Weg zum Ziel, der rund dreieinhalb Kilometer entfernten Hünstein-Hütte, fort. Dort warteten bereits diejenigen, die den Weg nicht wandernd zurücklegen konnten. Forstbetriebsvereinigung und Jagdgenossenschaft ließen den Tag bei herzhaften Speisen in geselliger Runde ausklingen.








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