
Das Feuer brach zu einem Zeitpunkt aus, als niemand im Betrieb war, so Firmenchef Hof. Dadurch seien auch keine Personen zu Schaden gekommen. Am Sonntagnachmittag gegen 15 Uhr wurde das Feuer in dem Werk 3 des 1988 in Lohra gegründeten Unternehmens gemeldet. Die 5700 Quadratmeter große Halle befindet sich im Interkommunalen Gewerbepark im Gladenbacher Stadtteil Mornshausen in der Straße "Vor dem Langen Loh".
Die Halle mit Flächen für Büros und Produktionseinheiten ist wichtiger Teil des seit seiner Gründung stets expandierenden Unternehmens, das sich auf die Produktion von Sonderanlagen spezialisiert hat. Aus dem einstigen Zwei-Mann-Betrieb ist mittlerweile ein Unternehmen mit rund 220 Mitarbeitern geworden.
Zu den technischen Innovationen, die Firmenchef Hof immer wieder gerne selber ausprobiert, gehört auch die Nutzung von Stroh als Heizmaterial. Er wollte den in der Region anfallenden nachwachsenden Rohstoff im Industriebetrieb als Brennstoff nutzen.
Noch am Abend konnte die Heizung für die große Halle wieder anlaufen
Im Mai 2013 lieh er sich eine Strohpelletieranlage aus, stellte sie in der neuen Produktionsstätte in Rüchenbach auf und verarbeitete dort das letztjährige Stroh seiner Äcker zu Pellets.
Seit dem Winter 2013/14 wird die große Halle von Werk 3 so geheizt. Die Primärenergie für die nun firmeneigene Pelletieranlage liefert eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Halle.
Nach Angaben von Hof sind weder der Kessel noch die Filtration von dem Brand betroffen gewesen. Welche Schäden das Löschwasser angerichtet hat, sei derzeit noch nicht ermittelt. Noch am Sonntagabend aber konnte die Heizung für die große Halle wieder anlaufen. Das war möglich, weil die ursprünglich dafür eingebaute Gasheizung nie abgebaut worden war. Man habe lediglich ein paar Schalter umlegen müssen, so der Firmenchef.
Die Brandermittler der Kriminalpolizei waren bereits am frühen Montagmorgen vor Ort. Ergebnisse ihrer Untersuchungen liegen aber weder dem Unternehmer noch Polizeisprecher Jürgen Schlick vor. Während die Polizei von einer Schadenshöhe im Bereich von etwa 100 000 Euro spricht, hält sich Hof mit Schätzungen zurück.
Der Firmenchef lobte ausdrücklich den Einsatz der Feuerwehrleute aus Gladenbach und den Stadtteilen sowie aus Marburg und Biedenkopf. Die Verzahnung habe vorbildlich geklappt.
Zudem habe es sich als sehr nützlich erwiesen, dass man beim Bau der neuen Heizungsanlage die Brandschutzmauer errichtet habe. Dadurch sei der Schaden auf das Lager beschränkt. Nach etwa einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Gegen 18.42 Uhr konnte dann auch "Feuer aus" gemeldet werden.













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