Malteser Wetzlar: "Hilfe muss selbstverständlich werden"

Am 1. Oktober ist der "Internationale Tag des älteren Menschen"
Die Malteser helfen Senioren durch Dienste wie den Hausnotruf, möglichst lange in der eigenen Wohnung leben zu können. (
Die Malteser helfen Senioren durch Dienste wie den Hausnotruf, möglichst lange in der eigenen Wohnung leben zu können. (Foto: Malteser)

Bisher pflegen und unterstützen oftmals Verwandte, vor allem Töchter und Schwiegertöchter, ihre älteren Familienmitgliedern. Durch die berufliche Mobilität sowie die steigende Erwerbsquote von Frauen ist dies immer seltener möglich. Während 1996 mehr als jedes zweite Elternpaar (55 Prozent) in der Nachbarschaft mindestens eines der Kinder lebte, ist der Anteil 2008 auf 45 Prozent gesunken. Zu diesen Ergebnissen ist der "Deutsche Alterssurvey" gekommen, der Anfang September von der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vorgestellt wurde. "Für die Kinder ist es sehr belastend, wenn sie nicht mal eben zu den Eltern fahren können, um nach dem Rechten zu sehen", berichtet Schaal und ergänzt: "Die Angehörigen leben mit der ständigen Sorge, dass sie nicht da sind, wenn etwas passiert."

Solche unterstützenden Hilfeleistungen wie z.B. den Hausnotrufdienst, nehmen die meisten aber erst in Anspruch, wenn etwas vorgefallen ist. "Wenn die Mutter gestürzt ist und Stunden auf dem Boden gelegen hat, weil sie nicht alleine aufstehen konnte. Oder wenn dem Vater die wichtigen Herztabletten hinter die Kommode gefallen sind und die Tochter 300 Kilometer fahren muss, um sie hervorzuholen", nennt Schaal zwei Beispiele. Er glaubt, dass diese Zurückhaltung an mangelndem Wissen liegt: "Viele Senioren denken, dass sie den Hausnotruf erst benötigen, wenn sie gar nicht mehr alleine können. Aber eine Brille setzt man ja auch nicht erst auf, wenn man blind ist", erklärt Schaal. Genau so wie die Brille zu einer höheren Lebensqualität beitrage, tue es der Hausnotruf. "Er verleiht seinem Träger, aber auch den Angehörigen, ein beruhigendes Gefühl von Sicherheit."

Die Malteser an Lahn und Dill unterstützen Senioren in ihrem Alltag mit solchen Hilfsdiensten wie dem  Haunotruf, dem Fahrdienst sowie dem Menüservice. Darüber leisten ehrenamtliche Helfer im Besuchs- und Begleitungsdienst Menschen, die alleine sind, Gesellschaft. Informationen zu ihren Diensten erteilen die Malteser unter 06441/9494-0 oder per Mail an service(at)malteser-wetzlar.de.

Foto: Die Malteser helfen Senioren durch Dienste wie den Hausnotruf, möglichst lange in der eigenen Wohnung leben zu können. (Foto: Malteser)

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Christlich und engagiert: Der Malteser Hilfsdienst setzt sich für Bedürftige ein. Hilfe für mehr als zwölf Millionen Menschen pro Jahr weltweit • 56.000 Engagierte in Haupt- und Ehrenamt • an mehr als 700 Orten •
über 982.000 Förderer und Mitglieder

V.i.S.d.P. Annika-Nicole Wohlleber, Malteser Hilfsdienst e. V., Christian-Kremp-Straße 17, 35578 Wetzlar,
Fon 06441/9494-225, oeffentlichkeitsarbeit(at)malteser-wetzlar.de , www.malteser-wetzlar.de.

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