Aßlarer besitzt Kinderpornos

Drei Monate Haft auf Bewährung für zweifachen Vater
Bei dem Aßlarer wurden ... | Foto: Archiv

Der 48-jährige Angeklagte hatte bis zum Sommer 2011 kinderpornografische Dateien auf seinem Computer gesammelt. Das Landeskriminalamt in Mecklenburg-Vorpommern hatte nach Auskunft der Staatsanwaltschaft einen Hinweis auf veröffentlichte Kinderpornos im Internet erhalten und nach eigenen Recherchen bundesweit "Abnehmer" festgestellt.

Demnach hatte sich der gelernte Handwerker, der aktuell in einem anderen Beruf tätig ist, über das Internet mehr als 40 Bilddateien verschafft.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellte die Polizei einen Computer sicher.

Bei der Auswertung der gespeicherten Daten konnten Spezialisten auf der Festplatte eine weitere kleine Menge von kinder- und jugendpornografischen Bilddateien ausfindig machen. Laut Rechtsreferendarin Julia Schick, Vertreterin der Staatsanwaltschaft, zeigen die Fotos auf drastische Art und Weise unbekleidete Kinder und Jugendliche bei erzwungenen sexuellen Handlungen und in obszönen Stellungen.

n Angeklagter gab an, selbst Gegner von Kinderpornos zu sein

Der Mann, der derzeit in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebt, gab vor Gericht an, selbst Gegner von Kinderpornos zu sein und die Internetseiten nicht bewusst "angeklickt" zu haben. Er räumte lediglich ein, im Internet nach Erwachsenenpornos gesucht zu haben.

Ein Computerfachmann der Polizei bestätigte, dass die technische Möglichkeit im Einzelfall bestehe, dass beim Aufsuchen von "normalen" Pornoseiten im Internet ohne eigenes Zutun Kinderpornos auf den PC gelangen könnten und dort gespeichert würden.

Die Anklagevertretung und Vorsitzende Richterin Dr. Carina Heublein waren allerdings davon überzeugt, dass der einschlägig vorbestrafte Vater von zwei Kindern bewusst und gezielt die Bilddateien heruntergeladen hat.

Zu Gunsten des Angeklagten wurde gewertet, dass er einen Teil des illegalen Materials gelöscht hatte. Das Gericht entschied, dass der 48-Jährige den PC nicht mehr zurückerhält und er 3000 Euro Geldbuße an den Kinderschutzbund zu zahlen hat.

Der ohne Anwalt erschienene Aßlarer ließ offen, ob er das Urteil akzeptiert.

Link zum Thema
Dokumenten Information
Copyright © mittelhessen.de 2012
Dokument erstellt am 11.10.2012 um 18:57:00 Uhr
Letzte Änderung am 11.10.2012 um 19:56:39 Uhr
Kommentare (0)
Facebook Kommentare
Mehr aus Region Wetzlar
Orte
Wählen Sie Ihren Ort
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Verlagsbeilagen

Zeugin hört Hilfeschreie / Wer ist der Mann im Neoprenanzug?: Rettungskräfte suchen die Lahn ab

Gießen (tna). Polizei, Berufsfeuerwehr, DLRG, Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk haben am Dienstagmorgen die Lahn ... mehr

POLIZEIBERICHT Unfallserie über Pfingsten: Zwei Tote bei drei Unfällen

Limburg-Weilburg (kbi). Drei schwere Verkehrsunfälle haben über die Pfingstfeiertage die Rettungsdienste im Kreis ... mehr

Ab durch die Hecke

Eschenburg-Eibelshausen (ra/red). Ein spektakulärer Unfall hat sich in der Nacht zum Pfingstmontag im Eschenburger ... mehr

Studie: Hund und Katze als «Sozialarbeiter» verkannt

Hund und katze Berlin (dpa) - Hund, Katze und Kaninchen vertreiben Einsamkeit und fördern die Gesundheit - als tierische ... mehr

Deutsche Biathletinnen verpassen Weltcup-Podest

Östersund (dpa) - Die deutschen Biathletinnen haben in ihrem ersten Einzelrennen der neuen Weltcup-Saison den Sprung ... mehr

BELEIDIGUNG? Anwalt glaubt: Ja: Dirk Hardt wehrt sich gegen Anzeige

Driedorf. Hat sich Driedorfs Bürgermeister Dirk Hardt (SPD) einem deutschen Bürger türkischer Herkunft gegenüber im ... mehr
Die Frühlingsfotos unserer Leser
Wetter in Wetzlar
Heute
bedeckt
10°
Sonne
05:29 Uhr
21:18 Uhr
Regen
20%
Wind
29km/h
aus NW