
Natürlich gibt es auch ein Geburtstagsprinzenpaar - Prinz Schosch I. und Prinzessin Eva I. - das zwar, wie oft zitiert, aus Hermannstein stammt, aber mit solcher Freude dabei ist, dass die beiden in den Herzen ihrer Untertanen schon längst "eingemeindet" sind.
Fantasievolle Tänze, urkomische Büttenreden und Zwiegespräche sowie ein mit spitzer Feder geschriebenes Protokoll fehlten ebenfalls nicht. Der zweite Präsident Roland Fischer hieß zur Sitzung unter dem Motto "40 Jahre mit viel Schwung, den ACV hält's immer jung" willkommen und konnte unter den Gästen auch die Waldbröler Karnevalsgesellschaft WKG, die die weiteste Anreise hatte, begrüßen.
Gerhard Schlier weist akribisch auf jedes Fettnäpfchen hin
Nachdem Elferrat, Damenkomitee und Garde einmarschiert waren und die Prinzengarde um Kommandant Alexander Grüneweg ihren zackigen Tanz vorgeführt hatte, wurde das Prinzenpaar samt Hofstaat willkommen geheißen, was 1. Vorsitzender und Hofmarschall Michael Steih übernahm. Die Majestäten hatten die Herzen des närrischen Auditoriums schnell erobert und nahmen in der Prinzenloge Platz, wo sie allerdings keine Zeit zum Ausruhen bekamen. Immer wieder waren sie auf der Bühne gefragt und mischten auch im Programm eifrig mit. Den Part des ersten Redners übernahm mit Helmut Rücker ein Urgestein des Aßlarer Karnevals, der seit 38 Jahren auf der Bühne steht, der mit seinen Erlebnissen als Standesbeamter die Lachmuskeln strapazierte. Die WKG-Delegation brachte mit ihrem "Gründungsballett" - Rollatoren und runde Hüften inbegriffen - Schwung in den Saal, hatte mit Marcel Rau aber auch einen hervorragenden Redner dabei. Gelungen auch der Beitrag von Prinzessin Eva Ruppricht und ihrem Wunsch für immer ein "tollitäres Frauenzimmer" zu bleiben.
Prinz Schosch wechselte seien Ornat mit dem Hessenkittel und brachte mit seinen Kollegen von den "Bachstrooße Boys" den Saal zum Toben. Neben gelungenen Liedern über Aßlar und seine Menschen - natürlich off platt - bekam auch hier Bürgermeister Roland Esch "sein Fett weg". "Mir wärn beim Hessentag in Wetzlar fast vedoscht und Du hast uns net emal en Schoppe gebracht", sagte Jörg Will. Die "Boys" übergaben vier Flaschen "Notfallbier" an den Rathaus-Chef, damit er ihnen beim nächsten Mal kostengünstig zur Seite stehen kann. Mundschenk und Elferratskapitän Gerhard Schlier hatte als Protokoller übers Jahr gut aufgepasst und wies auf jedes Fettnäpfchen hin, in das einer getreten war.
Nicole Turskies und Alexander Grüneweg erfreuten als Computer-Freaks mit einer Lehrstunde über das "worldwide web" und zu später Stunde verstanden es Heidi Späth und Heike Pöllmitz, alias "Gerda un Marieche aus Allesteere" mit ihren Erlebnissen aus der Vorbereitung ihres eigentlichen Vortrags, noch einmal die Lachtränen fließen zu lassen. Optische Höhepunkte lieferten das Kinder- und Jugendballett, die Howwerbällcher, die Prinzengarde und das Männerballett aus Dornholzhausen. Hochleistungssport zeigten die Tanzmariechen Katarina Zipp und Hanna Bremer. Bejubelt wurde auch das Dreigestirn der Naunheimer Karnevalsgesellschaft und beim großen Finale bedankte sich das Publikum stehend bei den Akteuren für mehr als vier Stunden beste Unterhaltung. Für ihre Unterstützung erhielten Petra Scharf, Jenny Rubin, Roland Fischer und Holm Pfeiffer die Prinzenpaar-Ehrennadel.







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