
Heinrich von Heistenberg hatte am 28. Februar 1313 von der Mühle in Bissenberg an das Kloster Altenberg fünf Malter Weizen, zwei Gänse, zwei Hühner und ein Fastnachtshuhn auf Michaelis, außerdem sieben Schillinge Kölnische Währung auf Martini, alle Jahre an Pacht zu liefern. Die besagte Mühle befand sich im Ulmtal , etwa 50 Meter unterhalb der heutigen Bollerbrücke in der Nähe der Firma Kupka.
Die Bauweise der Kirche besagt jedoch, dass der Ort Bissenberg schon viel früher besiedelt war. Wie andere Dörfer wurde der Ort im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) in Mitleidenschaft gezogen und fast entvölkert.
Vom Ende des 17. Jahrhunderts bis Anfang des 18. Jahrhunderts bestand an der Ulmbachbrücke unmittelbar am Hüttenweg eine bedeutende Hütte mit Hammerwerk. Die ältesten Häuser Bissenbergs stammen aus dieser Zeit. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde das Dorf noch vollständig von der Landwirtschaft und dem Eisenerzabbau geprägt.
Mit der Industrialisierung fanden viele Bissenberger dann auch in der Umgebung, besonders in Wetzlar, vor allem in der eisenverarbeitenden und optischen Industrie ihr Auskommen.
Mit insgesamt sechs über das ganze Jahr verteilten Veranstaltungen wollen die Bewohner des Leuner Stadtteils den 700. Geburtstag (seit der Ersterwähnung) ihres Dorfs gebührend feiern. Der zur Vorbereitung dieses Jubiläums gebildete Festausschuss besteht aus neun Männern und sechs Frauen, und wird von Hans-Werner Büttner geleitet. "Wir sind seit gut einem Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt" erklärt er. Im vergangenen Jahr haben sie sich alle drei bis vier Wochen getroffen. Seit Jahresbeginn tagen sie nun wöchentlich.
Das Programm zum Dorfjubiläum in Bissenberg beginnt am 9. März
Die Festlichkeiten sollen am Samstag, 9. März, mit einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche und anschließender Kranzniederlegung am Ehrenmal beginnen.
Der Tiefenbacher Geologie- und Bergbauexperte Gerd Matthes wird am Samstag, em31. März,während einer Wanderung über den ehemaligen Bergbau und die Verhüttung in Bissenberg informieren. Ein bunter Nachmittag für Jung und Alt im Dorfgemeinschaftshaus mit einem Rahmenprogramm speziell für Kinder, schließt sich der historischen Wanderung an.
Mit der Veranstaltung "Rock am Berg" im Festzelt am Sportplatz am Samstag, dem 22. Juni, läutet der Festausschuss ein zweitägiges Programm ein, das den Höhepunkt der Veranstaltungsreihe bilden soll.
Drei heimische Schülerbands werden sich ab 18 Uhr im Vorprogramm präsentieren, bevor ab 22 Uhr die Stimmung mit "Rickys Disco" auf den Siedepunkt gebracht werden soll. Am nächsten Morgen spielen die "Ichelhäuser Musikanten" ab 11 Uhr im Festzelt mit Blasmusik zum Tanz auf.
Mit den "Hoinker" aus Werdorf lockert eine beliebte Volkstanzgruppe das Veranstaltungsprogramm auf. Auch an diesem Tag wird für Kinder ein gesondertes Programm angeboten.
Am 9. November wollen die Bissenberger das Programm für ihr Jubiläumsjahr mit einer großen Abschlussfeier enden lassen. Auch der Heimat- und Kulturverein des Leuner Stadtteils wird das Erntedankfest in diesem Jahr unter das Motto "700 Jahre Bissenberg"stellen.







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