Chip kommt in die Tonne

Kreisweit schon 20 000 Behälter umgerüstet / Dank an Bürger
Noch bis Ende November sind die ...

Die elektronische Erfassung der rund 200 000 Abfalltonnen dient der Inventarisierung des Behälterbestandes. Jeder Tonne wird jetzt eine Adresse zugeordnet. Persönliche Daten sind auf den Chips nicht gespeichert, nur ein 14-stelliger Code. An den Gebühren ändert sich durch den Chip vorerst nichts.

Erst zu einem späteren Zeitpunkt soll die Transpondertechnik bei der Einführung eines neuen, flexibleren Gebührenmodells von Bedeutung sein. "Es ist nicht beabsichtigt, die Tonnen zu wiegen und nach Gewicht abzurechnen", so Dworaczek.

Stattdessen möchten die Verantwortlichen für das Jahr 2014 ein Gebührenmodell entwickeln, das den Bürgern mehr Wahlmöglichkeiten bietet, um die Höhe ihrer Abfallgebühren zu beeinflussen – insbesondere über die Anzahl der Leerungen. Der Chip soll so auch Anreize bieten, vorhandene Systeme zur Getrenntsammlung intensiver zu nutzen. Ein entsprechender Satzungsentwurf wird erarbeitet und soll im nächsten Frühjahr den politischen Gremien des Lahn-Dill-Kreises vorliegen.

Welche Kommune wann "bechipt" wird, erfahren die Grundstückseigentümer durch ein Anschreiben. Außerdem werden aber alle Termine und häufig gestellte Fragen im Internet auf www.awld.de veröffentlicht. Auch eine Hotline informiert unter ✆ (06441) 5559593 über die Aktion.

Montageteams bis 8. September in Waldsolms und Hüttenberg unterwegs

Defekte Tonnen werden im Zuge der Umrüstung erkannt und automatisch ausgetauscht, erklärt die Abfallwirtschaft. Bis zum 8. September sind die Montage-Teams in Waldsolms und Hüttenberg unterwegs. Im Nordkreis beginnt die Chip-Ausrüstung in der ersten Oktober-Woche in Haiger.

Zu Beginn der Aktion hatten auf der Straße zurückgelassene Plastikreste für Missmut bei Anwohnern gesorgt. Sie blieben bei einem Viertel der Tonnen zurück, bei denen für die Chips ein Loch gebohrt werden muss. Die Abfallwirtschaft hatte Abhilfe angekündigt und auf feinere Bohrungen umgestellt.

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Dokumenten Information
Copyright © mittelhessen.de 2012
Dokument erstellt am 04.09.2012 um 10:01:00 Uhr
Letzte Änderung am 07.09.2012 um 08:40:43 Uhr
Kommentare (5)
@ Draco: Schön, dass auch Sie BerndKochs Anspielung auf Ulbrichts Spruch (er sagte übrigens genau "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!") erkannt haben!
@ Udo.Reuschling: Das gibt es auch anderswo (nämlich mehr
zum Beispiel im Landkreis Gießen), dass das Ordnungsamt mit zweierlei Maß misst, wenn es um Sanktionen im Straßenverkehr geht (der Normalbürger wird zur Rechenschaft gezogen und sogar öffentlich im "Mitteilungsblatt" verwarnt, ein Gewerbetreibender wird höflichst gebeten, doch bitte bitte gesetzeskonform zu handeln).
"Niemand hat die Absicht eine Tonne zu wiegen und nach Gewicht abzurechnen."

dazu kommt noch folgende Sätze

"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu Bauen" Walter Ulbricht

"ich habe meine Doktorarbeit selbst mehr
geschrieben" Guttenberg
Aber hallo,
bis November dauert diese Aktion noch.
Da könnten sich die Ordnungsämter noch
ein "kleines Zubrot" verdienen:
Die Mitarbeiter der "Verchippungsfirma" sind
mit kleinen Rollern unterwegs, die für den mehr
Strassenverkehr
nicht zugelassen sind und auch keine Versicherungskennzeichen
tragen. Da hört es doch wohl auf und wird wieder mal
mit zweierlei Recht "gemessen".
Denkt sich herzlichst,
Udo Reuschling
(Heimatschriftsteller )
"Niemand hat die Absicht eine Tonne zu wiegen und nach Gewicht abzurechnen."

Was kostet eigentlich so eine Umrüstung und wer bezahlt die?
Plastikdreck vom bohren immer noch nicht abgestellt.
Defekte Tonnen nicht ausgetauscht.
Von 3 Tonnen nur 1 geshipt, was soll das?
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