Den Präsidenten von Togo getroffen

REISE Georg Müller knüpft Kontakte für medizinische und sportliche Hilfe

Georg Müller (v. l.), Andreas Jahn, Präsident Faure Gnassigbé, Michel Doutre vom Weltruderverband und der Sportdirektor des Deutschen Ruderverbandes, Mario Woldt. (Foto: privat)

Mit Müller waren auch Andreas Jahn, Mitarbeiter im Deutschen Bundestag, Michael Dourte vom Weltruderverband und der Sportdirektor des Deutschen Ruderverbandes, Mario Woldt, nach Afrika gereist. Bei ihrem dreitägigen Besuch konnten sie mit Präsident Gnassigbé Pläne für eine Rudersportzentrum in Lomé erörtern sowie für die medizinische Betreuung.

In der Hauptstadt soll einmultifunktionales Trainingszentrum entstehen, das über die Grenzen des Landes genutzt werden kann. Bei dem Projekt werden Medizin, Rudersport und kulturelle Belange zusammenkommen. Angedacht ist die Ausbildung von Athleten und auch Rudertrainern. Bislang hat Togo mit seinen sieben Millionen Einwohnern 16 Ruderer. In Deutschland mit über 80 Millionen Einwohnern gibt es 80 000 Rudersportler. Togo verfügt über insgesamt drei Ruderboote. Angesichts der Tatsache, dass 40 Prozent der Bevölkerung unter 18 Jahren ist, gibt es ein großes Potenzial für sportliche Aktivitäten. Deutsche Ärzte werden in Togo gemeinsam ihr Wissen mit lokalen Ärzten teilen und erweitern.

Maßgeblicher Initiator dieses Projektes sind das christliche Hilfswerk Humedica, dessen Stellvertretender Direktor und Ärztlicher Leiter Georg Müller ist, gemeinsam mit dem Welt- und dem Deutschen Ruderverband. Die Delegation ist auch mit vier Ministern der Regierung, dem für Gesundheit, für Tourismus, für Sport sowie dem Außenminister zusammengetroffen.

Müller beschrieb die Reise anschließend als grundlegende Projektinitiierung auf höchster Ebene: "Es ist uns gelungen, sämtliche politischen Akteure, Sport- und Außenminister wie auch den Staatspräsidenten persönlich von unserem Anliegen zu überzeugen. Wir wissen, das Trainingszentrum wird Weichen stellen."

Der Weltruderverband unterstützt das Projekt ebenfalls unter seiner Kooperation mit dem WWF und der Clean Water Initiative, die er bereits seit einigen Jahren aktiv lebt. Wasser ist ein wesentliches und verbindendes Element. Im Trainingszentrum, an einer Lagune inmitten von Lomé gelegen, kann somit der Wert des Wassers als lebenswichtiges Medium, Gesundheitsfaktor wie auch Sportfläche verdeutlicht werden. Das Trainingszentrum wird als für die Bevölkerung offene Anlage konzipiert mit integrativen Charakter. Müller und seine Mitreisenden haben auch den deutschen Botschafter in Lomé, Dr. Volker Berresheim, getroffen.

Erster Weltkrieg beendete Kolonialzeit, Franzosen und Briten teilten Land

Togos Präsident Gnassigbé nahm sich zwei Stunden Zeit, um mit der deutschen Delegation den ehemaligen Gouverneurspalast in Lomé zu besuchen. Das über 100 Jahre alte Gebäude wird derzeit aufwendig restauriert. Es erinnert an die Zeit, als Togo von 1885 bis 1914 deutsche Kolonie war. Der Erste Weltkrieg beendete die Kolonialzeit und Franzosen sowie Briten teilten das Land unter sich auf.


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