Die MS Nauborn legt ab

HELAU 300 Narren machen eine Reise der besonderen Art

Die Gruppe "Generations" vermittelte das Lebensgefühl der 50er und 60er Jahre. (Foto: Rühl)

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Unter dem Motto "In Nauborn wird an nix gespart - das Traumschiff geht auf große Fahrt" eröffneten die Kapitäne Maren Althen und Michael Hundertmark das närrische Programm. Die Bühne war als Traumschiff gestaltet und der Elferrat kam in Kapitänsuniform. Auch viele Besucher hatten sich maritim gekleidet. Zu den Höhepunkten gehörte der Besuch des Prinzenpaares Bernd IV. und Sabine III.

Den ersten Tanz lieferte die Garde Laufdorf mit Pyramiden und akrobatische Einlagen. Unter dem Motto "Fluch der Karibik" griff die Tanzgruppe "Step Heroes" des TSV Nauborn das Motto auf. Applaus erheischten auch die Funkenmariechen Lisa und Birte Schulz. Mit Tänzen der 50er und 60er Jahre brachten die "Generations" den Saal zum Kochen. Zur Melodie von "Lollipop" betraten sie die Bühne mit roten Luftballons. Für Stimmung sorgte die Musikgruppe "’S Kapellche". Mächtig angeheizt wurde die Narrenschar durch die "Royal Trampel Bumser" und ihre "Runkel-Roiwe-Roppmaschin". Getoppt wurde die Nummer nur vom Männerballett, das in die 70er Jahre zurückging.

Markus Schäfer und Uwe Lang traten als Mitglieder des Ortsbeirates auf und brauchten manche Anekdoten aus dem Dorfleben zu Gehör. Dabei verschonten sie weder Oberbürgermeister Manfred Wagner noch Ortsvorsteher Peter Pausch, die gleich vor der Bühne saßen. Der OB habe seinen Amtsvorgänger Wolfram Dette mit einem 400-Euro-Job angestellt, damit dieser ihm zeige, was ein OB zu tun hat. Detlev Gerhardus betrat als "Die doof Nuß" die Bütt: "Ich würd gern wieder arbeiten gehen, aber ich kann meinen eigenen Schweiß nicht riechen", rief er in den Saal. Und als jemand fragte, warum er im Wohnzimmer ein Bild seiner Frau zwischen vielen Geweihen aufgehängt hat, antwortete er: "Weil ich mit ihr den größten Bock geschossen habe." Vom NKB kam "Stammtischbruder Pit" alias Peter Wenzel. Zunächst blieb er ernst und kommentierte die Ereignisse des Silvesterabends in Köln: "Freiheit, liebe Närrinnen und Narren, ist unser höchstes Kulturgut. Und das gilt es zu verteidigen". Wenig später gab Wenzel Kostproben seines Humors, wobei eine gute Fee eine Rolle spielte.

Fest zum Programm in Nauborn gehört Peter Theiß. Diesmal erzählte er unter dem Gelächter des Publikums seine Erfahrungen beim Zahnarztbesuch. "Meine Frau hat gesagt, gute Zähne sind erblich. Dabei hat sie nur Glück, dass ihr das Gebiss von der Oma mütterlicherseits so gut passt." (lr)


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