Eine tolle Gemeinschaftsleistung

FESTSPIELE 500 Zuschauer sehen im Rosengärtchen "Die kleine Meerjungfrau"

Die kleine Meerjungfrau und ihr Prinz.

Foto: Bernd Deck

Klasse Stück, klasse Kostüme, klasse Darsteller: "Die kleine Meerjungfrau" in einer Inszenierung von Sharka Scheibeler war echt kindgerecht. (Fotos: Bernd Deck)

Foto: Bernd Deck
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Rund 500 Zuschauer erlebten dort Uwe Hexnitz´ Musical "Die kleine Meerjungfrau" für Zuschauer ab vier Jahren in einer Inszenierung von Sharka Scheibeler. Und am Ende gab es donnernden Applaus für die Akteure der Wetzbachtalschule und der Musicalbande Lahnau, die ihre Sache richtig gut gemacht haben.

Von Beginn an war zu sehen, wie viel Herzblut in diese Version des kindgerechten Stücks geflossen ist. Denn schon das Bühnenbild und die Kostüme, die Kinder der schuleigenen Werk AG mit Heidi Heckel, Karin Schäfer und Mathias Wenger entwickelt haben, war richtig schön. Große Fische aus Pappmaschee, jede Menge Wellen aus blau angemalten alten Eierkartons oder ein riesiges Fischmaul gab es da. Kulisse und Requisite waren rundum gelungen und ließen erkennen, dass jede Menge Arbeit geleistet wurde - auch bei der Fertigung der Kostüme, die mit viel Liebe zum Detail den einzelnen Figuren auf den Leib geschneidert wurden. Hut ab vor dem gesamten Team.

Zusammen haben alle Beteiligten ein Ambiente geschaffen, das geradezu bezauberte und den Boden bereitete für die Geschichte, die natürlich mit viel Musik daherkam. Um auf das Kindgerechte zurückzukommen: Am Montag im Rosengärtchen hat es sich ausgezahlt, dass die Verantwortlichen ein Stück gewählt hatten, dessen musikalische Anforderungen den kindlichen Stimmen absolut gerecht waren. Die Solisten glänzten und auch der Chor unter der Leitung von Scheibeler und die Meeresbewohner und Libellen schlugen sich großartig auf der Bühne, so dass der kräftige Schlussapplaus verdient war.

Viele der Besucher gingen mit den Rhythmen mit, die Themen der Kinder spiegeln sich wider

Allerdings gingen die vielen kleinen Besucher des Stücks und auch viele Erwachsene schon während der Aufführung richtig mit: Der eine oder andere kleine Gast tanzte eifrig mit auf der Tribüne, während die älteren Gäste nicht zweimal zum rhythmischen Mitklatschen aufgefordert werden mussten. Die "kleine Meerjungfrau" in Scheibelers Version war wirklich ansteckend. Für kleine und kleinste Zuschauer auch deshalb, weil mit Themen wie dem ersten Kuss, dem Verlieben oder kindlicher Identitätssuche Fragen des aktuellen Lebensabschnitts angesprochen wurden. Ein voller Erfolg der Wetzbachtalschule, der gezeigt hat, wie man kindgerechtes Theater auf die Bühne bringt.


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