"Fliegende Kobolde" orten

150 Besucher kommen zur Fledermausnacht nach Allendorf
Ulla Schäfer zeigt den Gästen ...

Bis zum Höhepunkt – dem Ausflug der Fledermäuse zur nächtlichen Insektenjagd – hielten die Naturschützer an drei verschiedenen Stationen Attraktionen bereit.

Rudolf Fippl (Mitte) gibt ...

1000 Weibchen haben ihren Nachwuchs auf dem Dachboden großgezogen

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Über 1000 Weibchen des Großen Mausohrs haben in diesem Jahr wieder ihren Nachwuchs im HGON-Fledermaushaus großgezogen. Im Moment herrscht daher großes Gedränge auf dem Dachboden. Sechs Infrarotkameras ermöglichten Einblicke auf den Dachboden. Dazu gab es Informationen und Vorträge von Josef Köttnitz.

Besonders großer Ansturm herrschte bei Ulla Schäfer und ihren 20 Pflegetieren – darunter Große- und Kleine Abendsegler, Zwergfledermäuse und Mausohren. Sämtliche Tiere sind geschwächt oder verletzt in menschliche Obhut geraten. Ein Teil der Tiere kann im Spätsommer wieder ausgewildert werden. Die Kinder halfen, die Pfleglinge zu füttern und konnten einige der Fledermäuse sogar auf die Hand nehmen.

Rainer Schleifer und Rudolf Fippl informierten im Garten des Fledermaushauses über den Schutz und die Biologie der Fledertiere. Bei Einbruch der Dunkelheit setzte dann der Ausflug der Mausohrfledermäuse ein. Über eine Stunde dauerte das Schauspiel.

Die Tiere kamen aus dem Giebelloch des alten Fachwerkhauses und aus einer Spalte zwischen dem Fledermaushaus und dem Nachbarhaus hervor. Manche drehten noch eine Runde über den Köpfen der Zuschauer und flogen dann durch die Gärten in Richtung Ulmbach und Wald davon.

Mittels eines Ultraschall-Detektors wurden die Ortungslaute, die bei den Mausohren zwischen 35 und 45 Kilohertz liegen, hörbar gemacht. Um den Ausflug besser verfolgen zu können stellten die Naturschützer Rotlichtstrahler auf. Das rote Licht stört die Fledermäuse nicht.

Die HGON hat das Haus im Allendorfer Ortskern vor acht Jahren erworben, um den Fledermäusen eine sichere Bleibe zu ermöglichen. Das Fledermaushaus beherbergt inzwischen eine der größten Mausohr-Wochenstuben Hessens.

Jedes Jahr finden während des Sommers fünf Fledermausnächte und etwa 20 kleinere Veranstaltungen statt.

Die letzte Fledermausnacht in diesem Jahr ist für den 31. August ab 19.30 Uhr vorgesehen. Weitere Informationen gibt es unter www.fledermaushaus.de im Internet oder auf Anfrage unter fledermaushaus(at)hgon.de per E-Mail.

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Dokument erstellt am 24.08.2012 um 12:52:20 Uhr
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