Friedensgebet und Lichter gegen rechten Fackelzug

DEMONSTRATIONEN Verwaltungsgericht kippt Verbotsverfügung der Stadt / Bündnis ruft zu Kundgebung für eine weltoffene Stadt auf

Anhänger der islamkritischen Bewegung Pegida demonstrieren schon in Frankfurt und Marburg. (Foto: Dedert/dpa)

Diese hatten sich vor Gericht gegen die Verbotsverfügung der Stadt gewehrt, die den geplanten Fackelmarsch durch die Altstadt unter dem Motto "Asylmissbrauch stoppen - Wetzlar wehrt sich" verboten hatte. Als Gründe waren unter anderem Brandschutz und die Enge der Altstadt genannt worden, die einen ausreichenden Schutz der Demo nicht möglich mache. Das Verwaltungsgericht befand die Begründung als nicht ausreichend und gab dem Eilantrag statt. Die Stadt Wetzlar verzichtete auf eine Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof.

Angemeldet hat die Demo Melanie Dittmer, die der Pegida-Bewegung in Nordrhein-Westfalen und der rechten "Identitären"-Bewegung angehört. Sie arbeitet offenbar mit der NPD im Kreis zusammen. Sie ruft zu einem Fackelmarsch auf, der von der Bahnhofstraße über den Karl-Kellner-Ring, die Langgasse und die alte Lahnbrücke bis zum Eisenmarkt verlaufen soll.

"Herz statt Hetze" lautet das Motto

Gewerkschaften, Kirchen und das Bündnis "Bunt statt Braun" rufen die Wetzlarer zu einer Kundgebung auf, die ab 17.30 Uhr vor dem Herkules-Center in der Bahnhofstraße ihren Verlauf nehmen soll. Unter dem Motto "Herz statt Hetze" wollen sie mit Lampions und Kerzen für ein weltoffenes Wetzlar demonstrieren. Geplant ist ein "Gang mit Lichtern" über den Buderusplatz, die Brückenstraße und die Hausergasse zum Domplatz. An verschiedenen Stellen wird es Reden geben, unter anderem von Landrat Wolfgang Schuster, Bürgermeister Manfred Wagner, der Bundestagsabgeordneten Dagmar Schmidt (alle SPD), Pfarrerin Uta Hannemann und Pfarrer Peter Kollas. Gegen 20 Uhr soll die Veranstaltung am Dom in ein Friedensgebet übergehen. (diw)


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