Fünfmal Weihnachten an einem Tag

KONZERT 600 Besucher fahren mit Startenor Kalpers musikalisch um die Welt

In verschiedenen Rollen sang Johannes Kalpers Weihnachtslieder aus aller Welt.

Foto: Frahm

Begleitet wurde der Sänger von den Limburger Domsingknaben und einer kleinen Band. Mit einfachen Mitteln und einem Videobeamer schufen die Veranstalter auch optisch eine Märchenreise, die von Texas weiter nach Russland und sogar Kamerun in Afrika führte.

Eigentlich wollten sie ja nur noch einmal kurz für die Weihnachtsfeier am Abend in der Schule proben - der Lehrer Karl Freundlich (gespielt von Michael Seeboth) und seine beiden Schülerinnen (Pauline Haeger und Hannah Humpert]. Doch der Hausmeister Otto Vierkant (gespielt von Johannes Kalpers) stört und plötzlich geschieht etwas Sonderbares: Ein Zauberspruch bringt die vier Protagonisten aus dem winterlich kalten Deutschland ins warme Texas.

Leuchtbänder taucheim zweiten Teil des Konzerts Saal in Lichtermeer

Fünfmal Weihnachten an einem Tag nennt Kalpers seine Weihnachtsreise - und im Gepäck hatten die Künstler Weihnachtslieder aus aller Welt. Mit dem Alpenschlaflied "Heidschi Bumbeidschi" ging es los, für die Rahmenhandlung sozusagen das Signal, dass nun etwas beginnt, was es nur im Traum geben kann. In Texas verwandelte sich Seeboth in einen amerikanischen Lehrer, der den Ankömmlingen die Vorteile einer Palme als Weihnachtsbaum erklärte. Alle wandelten zusammen durch das Winterwunderland mit dem amerikanischen Weihnachtslied gleichen Namens.

Kalpers sang einfühlsam und wie immer brillant. Die Domsingknaben agierten unter der Leitung von Klaus Knubben hinreißend und die Musik schuf die Weihnachtsatmosphäre fernab vom sonstigen Vorweihnachtstrubel. Zwei Stunden lang erklangen Lieder aus aller Welt, wobei Kalpers gekonnt Gospel, Folklore und Pop zu einem bunten Bild zusammenführte, in dem sich jeder Besucher wiederfinden konnte. Dazu wurden in den kurzen Sketches viele Weihnachtsbräuche vorgestellt, der Ursprung des Weihnachtsmanns aufgedeckt und mit witzigen Einlagen das Abrutschen in Sentimentalität verhindert. Das Publikum war von der Darbietung angetan und in der Pause kauften viele ein Leuchtarmband, das dann im zweiten Teil des Konzerts für ein Lichtermeer im ganzen Saal sorgte.

Als sie am Ende des Abenteuers wieder in der eigenen Schulaula landen, steht für Lehrer Freundlich, Pauline, Jonas und Hausmeister Vierkant fest: Weihnachten ist wirklich völlig anders, als wir immer dachten - dafür aber genau so, wie wir es uns immer erhofft haben!


Die ganze Zeitung auf Smartphone oder Tablet: Testen Sie jetzt gratis unsere E-Paper-App.
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2013
Kommentare (0)
Mehr aus Region Wetzlar