Jugendfeuerwehr feiert Geburtstag

ERFOLGSMODELL Nachwuchsabteilung aus Niederweidbach blickt zurück

Übergabe der Floriansmedaille in Silber für besondere Verdienste um die Jugendarbeit (von links) Jugendfeuerwehrwart Denis Pfeifer, Verbandsjugendfeuerwehrwart Frank Heidrich,Andreas Bürding, Rainer Schmeer und Christoph Roth sowie Gemeindebrandinspektor Patrick Will.

Foto: klp

Klasse Teams aus Vier- und Zweibeinern: Unter der Leitung der Hundeführer kletterten Rettungshunde auf Gerüste. (Fotos: Peter)

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Mit einer Ibiza-Party, die 250 Gäste anzog, wurde die Feier bereits am Samstagabend eingeläutet. Die Kinzenbacher Blasmusik sorgte am Sonntag für Stimmung.

Niederweidbachs Jugendfeuerwehrwart Dennis Pfeifer begrüßte am Sonntagnachmittag die vielen Gäste, darunter als Ehrengäste Bürgermeister Ralph Venohr, Verbandsjugendfeuerwehrwart Frank Heidrich und Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Zell.

Viele in der Einsatzabteilung haben einmal in der Jugendgruppe angefangen

Pfeifer erinnerte daran, dass die Jugendfeuerwehr im Januar 1994 gegründet wurde und damals neun Nachwuchsbrandschützer der Jugendabteilung beitraten. Heute zählt die Jugendfeuerwehr 23 Mitglieder und die Bambini-Feuerwehr weitere zehn. Als erster Jugendfeuerwehrwart sei bei der Gründung Kai Lorenz gewählt worden, dem Oliver Neuhaus, Alexander Leitz und er selbst, Dennis Pfeifer, folgten. Einen Großteil der heutigen Kameraden der Einsatzabteilung hätten ihre Wurzeln in der Jugendfeuerwehr.

Bürgermeister Ralph Venohr dankte den Feuerwehrkameraden, die sich in den vergangenen 20 Jahren für die Jugendwehr engagiert hätten. Diese Arbeit habe zu einem enormen Erfolg geführt, das zeige die Mitgliederzahl. Er sei froh, dass so viele Jugendliche an die Feuerwehrarbeit herangeführt würden.

Verbandsjugendfeuerwehrwart Frank Heidrich gratulierte zu dem 20-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr und betonte, dass es sehr schwierig sei - dies wisse er aus eigener Erfahrung - eine Jugendfeuerwehr 20 Jahre am Leben zu erhalten. Dies erfordere sehr viel Engagement der Betreuer. Frank Heidrich zeichnete mit der Floriansmedaille in Silber für besondere Verdienste um die Jugendarbeit Rainer Schmeer, Christoph Roth und Andreas Bürding aus.

Ein buntes Programm hatten die Veranstalter für den Geburtstag der Jugendfeuerwehr ausgearbeitet. Neben einer Hüpfburg, Brandschutzvorführungen für Jung und Alt, einer Ausstellung über 20 Jahre Jugendfeuerwehr und einer Schau-Übung der Jugendfeuerwehr waren Kinderschminken und Basteln angesagt.

Einen Höhepunkt am Sonntag bildeten die Vorführungen der Rettungshundestaffel am Rothaarsteig. Diese war mit 14 Hundeführern und 18 Hunden angetreten, um auf einem Parcours ihr Erlerntes zu zeigen. Wie Ina Peter, die stellvertretende Staffelleiterin, berichtete, ist die Rettungshundestaffel am Rothaarsteig die größte im Lahn-Dill mit 14 einsatzfähigen Teams und gehöre dem Bundesverband Rettungshunde an. Insgesamt verfüge diese Staffel derzeit über 26 ausgebildete Hunde.

In einer Vorführung, die Ina Peter moderierte, zeigten die Hunde, wie sie zum Beispiel durch Bellen anzeigen, dass sie eine vermisste Person gefunden haben. Aber auch die übrigen Vorführungen waren geprägt von einem enormen Vertrauen der Hunde zu ihren Hundeführern. So mussten sie eine Fassbrücke, die instabil gelagert war, ebenso überqueren wie ein Wackelbrett und eine waagerechte Leiter. Es wurde eine Hängebrücke und ein Gerüst erklommen, die Wippe überwunden und ein Tunnel durchquert. Ein Höhepunkt war dann der Sprung von einigen Hunden durch einen Feuerreifen.

Es sei wichtig, dass Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer aufgebaut werde, berichtete Ina Peter, wobei eine Ausbildung eines solchen Hundes zwei bis drei Jahre dauere. Diese Ausbildung sollte möglichst schon im Welpenalter beginnen. Neben Flächensuchhunden würden Trümmer- aber auch Personenspürhunde ausgebildet, die alle im Besitz ihrer Hundeführer seien.


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