Nichts geht ohne Präzision

HANDWERK Feinwerkmechaniker absolvieren ihre Gesellenprüfung in Wetzlar

Umfangreiche Aufgabe: Daniel Gerth vom Prüfungsausschuss weist die Prüflinge ein. (Foto: privat)

Nach einer sechsstündigen Theorieprüfung und einige Tage später 15 Stunden anstrengender praktischer Arbeit in den Werkstätten der Werner-von-Siemens-Schule gibt es nun sechs neue Junggesellen, die im Handwerk dringend benötigt werden.

Die Absolventen sind Sebastian Hedrich und Jan Philipp Kessler (SP Feinmechanik, Firma Deismann, Aßlar), Henrik Hess (SP Feinmechanik, Firma Clößner, Ehringshausen), Justin Heß (SP Maschinenbau, Firma Arnold, Weilburg), Toni Janzen (SP Zerspanungstechnik, Firma Thomas Unfried, Schöffengrund) und Dennis Bichert (GP1, Firma Schmidt-Feinmaschinenbau, Weilmünster).

Als Prüfstück war jeweils ein Funktionsbauteil gefordert, eine sogenannte "Ausdrehbrücke" und ein "Exzenter-Hubgeber".

Die Prüflinge mussten elf Einzelteile in höchster Oberflächengüte herstellen und dabei ihr Können in den Fertigungsverfahren Sägen, Feilen, Bohren, Reiben, Gewindeschneiden, Drehen und Fräsen unter Beweis stellen. Anschließend erfolgte der Zusammenbau, wobei natürlich die Funktionsfähigkeit der Gesellenstücke einen hohen Anteil in der Bewertung hatte. Zu Beginn hatten die jungen Männer einen Arbeitsplan zu erstellen.

Besonderheit: Die Prüfer führten mit jedem Prüfungs- teilnehmer ein "situatives Fachgespräch". Die Prüflinge mussten dabei während der Bearbeitung der Bauteile klären, warum sie gerade jetzt diesen Arbeitsschritt ausführen und warum sie an den Maschinen die jeweils gewählten Werte eingestellt haben. Zusätzlich mussten die jungen Fachkräfte jeweils Prüf- und Messprotokolle erstellen, diese dienen der Qualitätssicherung.

Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre

Die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker, einem Handwerksberuf, dauert dreieinhalb Jahre. Feinwerkmechaniker fertigen vor allem Produkte der Stanz-, Schnitt- und Umformtechnik und der Vorrichtungs- und Formenbautechnik. Sie stellen auch Maschinen und Geräte her.

Beschäftigung finden sie vor allem bei Herstellern von Feinmechanischen und optischen Erzeugnissen, im Maschinenbau und Werkzeugbau. (red)


Die ganze Zeitung auf Smartphone oder Tablet: Testen Sie jetzt gratis unsere E-Paper-App.
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2016
Kommentare (0)
Mehr aus Region Wetzlar