Oldtimerbus als Anlaufstelle

JUGENDARBEIT "Projekt 58,7 Streetwork " jeden Dienstag in der Bahnhofstraße

Bürgermeister Manfred Wagner besucht den Bus vom Projekt 58,7 in der Bahnhofstraße. (Foto: Rühl)

"Es ist uns ein Anliegen, für die Jugendlichen einen Raum zu schaffen, in dem sie sich wohlfühlen und Positives erleben", erklärt Benjamin Neuls, einer der vier Ehrenamtlichen des Busprojektes. Jede Woche kommen bis zu 35 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 24 Jahren, um zu spielen oder um mit den Mitarbeitern über ihre Situation zu sprechen.

Die Mitarbeiter haben ein offenes Ohr für die Anliegen und wollen den jungen Menschen in wertschätzender Haltung Gottes Liebe entgegenbringen. Das "Projekt 58,7 STREETWORK" ist ein Arbeitszweig des Christlichen Hilfswerks Lebensbrücke, das in der Frankfurter Straße 31 A seinen Sitz hat und seit 22 Jahren ausschließlich ehrenamtlich arbeitet.

Die Jugendlichen kommen nicht nur aus Wetzlar, sondern auch aus anderen Kreisgemeinden. Viele bleiben nach Schule oder Ausbildung im Bereich des Forums und der Bahnhofstraße, um mit Gleichaltrigen abzuhängen. Andere verbringen auch einen Großteil ihrer Freizeit dort. Das Mitarbeiterteam möchte auf die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen und ihnen nach Möglichkeit mit "Rat und Tat" zur Seite stehen, beispielsweise auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Außerdem können sie in der Beratungsstelle der Lebensbrücke weitergehende Hilfe und Unterstützung erfahren. Im hinteren Bereich verfügt der Bus über eine gemütliche Sitzecke, außerdem wurden etliche Sitze entfernt, sodass eine größere Freifläche entstanden ist. So ist genügend Platz, um zusammenzusitzen, Gesellschaftsspiele zu nutzen sowie sich bei ein paar Plätzchen und der Jahreszeit angepassten alkoholfreien Getränken zu unterhalten. Draußen messen sich die Jugendlichen beim Fußballkicker.

Im vergangenen Jahr wurde das "Projekt 58,7 STREETWORK" mit dem Jugendpreis Minneburg der Stadt Wetzlar ausgezeichnet. Der Name "Projekt 58,7" ist eine Anspielung auf den Leitvers des Vereins aus Jesaja 58,7: "Gebt den Hungrigen zu essen, nehmt Obdachlose in euer Haus, kleidet den, der nichts anzuziehen hat und helft allen in eurem Volk, die Hilfe brauchen".

Vor allem an kühleren Tagen ist der Bus besonders geschätzt, denn die Heizung bringt das Gefährt auf angenehme Wohlfühlatmosphäre.

Ehrenamtliche Helfer stehen den jungen Leuten mit Rat und Tat zur Seite

Dem Projekt stattete jetzt auch Bürgermeister und Jugenddezernent Manfred Wagner (SPD) einen Besuch ab. Dabei hörte er den Jugendlichen zu und antwortete auf ihre Fragen nach der Zukunft der Bahnhofstraße. Dabei versicherte Wagner dem Verein seine Wertschätzung und betonte, dass das Projekt ein würdiger Träger des Minneburgpreises sei. Er zeigte sich beeindruckt von dem Einsatz des Teams.

Der Verein "Christliche Lebensbrücke" ist im Vereinsregister Wetzlar eingetragen und wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Weitere Infos finden Sie unter www.ch-lebensbruecke.de.


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