Ihr Vorschlag: Wenn man den eigentlichen Schotterkörper in Teilen freistellt und die säumenden Hecken und Laubbäume weitestgehend stehen lässt, könnten die dort brütenden Vögel ebenso zu ihrem Recht kommen, wie Amphibien und seltene Insekten.
Der Verein "Grüne Lunge Bahntrasse Heuchelheim-Kinzenbach e.V." hatte die Lahnauer Naturschutzgruppen zu einem Treffen eingeladen, an dem neben den Vorstandsmitgliedern des Vereins auch der Vorsitzende des NABU Heuchelheim, Gerhard Wiese, teilnahm, der gleichzeitig Ortsbeauftragter für Vogelschutz in Heuchelheim ist. Es ging dabei hauptsächlich um die Abholzungen und den Beginn einer radikalen Beseitigung von Heckengehölzen auf und neben der Bahntrasse. Die Vereine wollen sich nun an die zuständigen Kommunalpolitiker und die Naturschutzbehörden der Landkreise Gießen und Lahn-Dill wenden, um eine sinnvolle Abänderung des bisherigen Pflegekonzepts zu erreichen. An die in die Abholzaktion bereits eingebundenen Ortsvereine wurde appelliert, sich nicht an die Buchstaben der mit dem Landschaftspflegeverein Gießen geschlossenen Verträge zu klammern, um die Brutplätze der Nachtigallen und den Hort anderer geschützter Arten nicht zu zerstören.
Gegen radikale Abholzung
Einig war und ist man sich darüber, dass die Schotterflächen von Brombeersträuchern und Gehölzen befreit werden, um den Lebensraum der "Blaufügeligen Ödlandschrecke" und der Schlingnatter zu erhalten. Differenzen gab und gibt es jedoch wegen der radikalen Beseitigung von Bäumen und Heckenzügen abseits der Schotterfläche, die laut Landschaftspflege für eine zu starke Beschattung sorgen. Die Gehölze entlang der Trasse seien aber der Lebensraum für über 60 Vogelarten und mit ihrer großen Artenvielfalt zu Recht unter Schutz gestellt.






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