"Projekt 58,7" Streetwork holt ersten Preis

AUSZEICHNUNG Stadt vergibt zwei Jungendpreise "Minneburg"

Die Mitglieder des "Projekts 58,7" Streetwork und ersten Preisträger des Minneburg-Preises 2014 mit (v. l.) Rainer Arnold, Sandra Ihne-Köneke und Renate Pfeiffer-Scherf und (rechts) Bürgermeister Manfred Wagner. (Fotos: Volkmar)

Das Redaktionsteam der Schülerzeitschrift "Schmierblatt" freute sich über die Auszeichnung mit dem städtischen Jugendpreis.

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Bürgermeister Manfred Wagner (SPD) überreichte den mit 1500 Euro dotierten Preis, der erstmals zwei Gewinner hatte, im Rahmen einer Feierstunde in der Sport-und Bildungsstätte der Sportjungend Hessen.

Vor 120 Gästen machte der Bürgermeister deutlich, dass sich die Stadt trotz angespannten Finanzlage auch zukünftig für ein breit gefächertes Kinder- und Jugendprogramm engagieren will. Nur dank Ehrenamtlicher und mit der Unterstützung durch Vereine, Schulen und Kirchen sei eine solche Veranstaltungsvielfalt möglich, sagte Wagner.

Im "Schmierblatt" hat "Dr. Herbst" regelmäßig einen guten Rat parat

"Wie so oft in der über 30-jährigen Geschichte der Aus-zeichnung ist uns auch in diesem Jahr die Entscheidung nicht leicht gefallen", betonte Sandra Ihne-Köneke, Sprecherin der sechsköpfigen Jury. Alle Bewerber leisteten vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit. Letztlich habe die Jury entschieden, dass es einen ersten und zweiten Preisträger gibt. Entsprechend wurde auch das Preisgeld (1500 Euro) in 1000 und 500 Euro aufgeteilt. Der erste Preis gehe an das Team von "Projekt 58,7" Streetwork, weil sich dessen Angebote an alle Jugendlichen richten. Erkennungszeichen der Streetworker ist ein 32 Jahre alter gelber Oldtimer-Bus, der jeden Dienstag von 17 Uhr bis 20 Uhr in der Bahnhofstraße parkt und dort zum offenen Treffpunkt für junge Menschen wird. Entsprechend wurde der Bus innen eingerichtet. Regelmäßig treffen sich bis zu 30 Jugendliche, um in entspannter Atmosphäre zu spielen, Kontakte zu suchen oder einfach über Gott und die Welt zu reden. Aber auch, um Ansprechpartner zu finden, die zuhören, wenn sie über ihre Sorgen und Probleme reden wollen. Geleitet wird das Projekt von einem ehrenamtlichen Team.

Das Redaktionsteam der Schülerzeitung "Schmierblatt", der zweite Preisträger, gibt an der Freiherr-vom-Stein-Schule in regelmäßigen Abständen eine Zeitschrift heraus. Sie ist gleich-zeitig Informations- und Mitteilungsblatt, das sich nicht nur mit den Problemen der Schüler- und den Vorkommnissen an der Schule beschäftigt, denn auch "Dr. Herbst", der zu kritischen Lebensfragen immer einen Rat hat, kommt darin zu Wort. Über 20 junge Redakteure arbeiten an "Schmierblatt" mit.

Im Anschluss an die Siegerehrung hatten die Preisträger die Gelegenheit, sich und ihre Projekte selbst vorzustellen und von ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu berichten.


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