Tierhilfe bleibt auf Pflegekatzen sitzen

Elfie Steinmetz hofft, dass die ...

"So schleppend wie in diesem Jahr lief die Vermittlung unserer Katzen noch nie", sagt Elfie Steinmetz, Vorsitzende der Tierhilfe Lahn-Dill. Und wenn die 78-Jährige "noch nie" sagt, spricht sie von einem Zeitraum von immerhin 30 Jahren. Die Tierhilfe wurde 1983 gegründet, Elfie Steinmetz war von Beginn an dabei. "Früher haben wir die Katzen im Schnitt ein paar Wochen versorgt, bis wir sie in ein neues Heim vermitteln konnten", erinnert sich die Rentnerin. Manche der Katzen, die zurzeit bei ihr wohnen, versorge sie dagegen bereits seit zwei Jahren.

Katzenvermittlung läuft schleppend

"Die Zahl der Leute, die eine Katze wollen, ist in den vergangenen Jahren gesunken", sagt Steinmetz. Dazu winke mancher Interessent ab, wenn er hört, dass die Vermittlung Geld kostet."Wir nehmen pro Katze zwischen 80 bis 100 Euro - und decken damit noch nicht einmal unsere Kosten", erklärt sie. Neben dem Futter für die Tiere schlage besonders die Arztrechnung zu Buche. Alle Tiere würden auf Katzenkrankheiten getestet, dazu gechipt, geimpft und kastriert.

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Elfie Steinmetz ist mit ihrem Problem nicht alleine. In den anderen beiden Vereins-Pflegestellen in Wetzlar und Niederbiel ist die Vermittlungsquote ebenfalls in den Keller gegangen. Dabei würden freie Plätze dringend gebraucht. "Alleine in der vergangenen Woche hätte ich zehn Katzen aufnehmen können", sagt Steinmetz. Es gebe genug Leute, die ihre Katze nicht in ein Tierheim geben wollen, sondern die "persönlichere" Vermittlung der Tierhilfe bevorzugen.

Viele der Katzen, die abgegeben werden, sind laut Steinmetz Fundtiere. Darunter fallen zum Beispiel Katzen, die jemandem aufgefallen sind, weil sie offenbar herrenlos herumstreunen. Sie selbst sei Anfang der 1980er erst "auf die Katze gekommen", nachdem einer ihrer beiden Söhne eine Babykatze mit nach Hause brachte, die ihm im Dorf hinterhergelaufen war. Wenig später vermittelte sie Katzen für die Tierhilfe Lahn-Dill.

Dass seit einiger Zeit die Abnehmer fehlen, sei "sehr unbefriedigend", weil dadurch alle Plätze besetzt blieben und in anderen Fällen Hilfe versagt werden müsse. Elfie Steinmetz hofft, dass sich dieser Zustand im neuen Jahr schnell ändert.

 

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Dokument erstellt am 28.12.2013 um 16:00:00 Uhr
Letzte Änderung am 28.12.2013 um 18:26:40 Uhr
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