Wer will Cody helfen?

AUFRUF Hund entwischt rumänischen Tierschützern und wird angefahren

(Foto: privat)

Hoffen auf Hilfe (v.li) Divya Cristina Wüger, Angelina Stach mit Cody und Bryan Lorenz. (Foto: privat)

Bild 1 von 2

Auf dem Autohof in Rechtenbach begann das Drama, als der Hundetransport aus Rumänien eine Rast machte. Cody schaffte es irgendwie, sich zu befreien und machte sich aus dem Staub. Kurze Zeit später wurde der wuschelige Hund in der Gemeinde Waldsolms gesehen. Auch Angelina Stach und die Mitarbeiter der Hundepension Weinberghof in Waldsolms-Kröffelbach sichteten das Tier. Sie setzten sich mit der Tierschutzorganisation in Verbindung - mittlerweile irrte Cody seit einer Woche umher. Das Sonderbare: Wie die Mitarbeiter vom Weinberghof berichten, gab es von Seiten der Tierschutzorganisation "keinerlei Handlungsbedarf". Daraufhin nahmen Stach und ihre Kollegen die Sache selbst in die Hand. "Wir haben Futterstellen eingerichtet. Leider ohne Erfolg. Der Hund war extrem scheu", berichtet sie. Für den Rüden kam es noch schlimmer, er wurde von einem Auto angefahren und an einem Bein verletzt. "Nun mussten wir handeln und einen Profi mit Distanznarkosegewehr beauftragen", sagt Stach.

Weinberghof muss die Tierarztkosten für Cody momentan ganz alleine tragen

Heiko Krannich aus Wittingen war dieser Profi. Er machte sich auf den Weg in die 400 Kilometer entfernte Gemeinde. Der Hund war mittlerweile bis nach Steindorf bei Wetzlar gelaufen. Auch in Nauborn wurde er gesichtet. Schließlich gelang es Kranich, das Tier zu stellen und eine Distanznarkose zu setzten. Doch die wirkte nicht sofort und so entkam Cody erneut.

Nach einer langen Suche, bei der auch die Feuerwehr Nauborn half, wurde er auf einem Balkon gefunden. Die Hundefreunde aus Waldsolms brachten ihn zum Tierarzt und kümmern sich jetzt um den Hund. Das Problem: "Die Medikamente sind teuer. Es ist zwar nicht unser Hund, aber irgendwer musste doch handeln", sagt Stach. Aktuell sollen sich die Kosten für die Behandlung sowie die Distanznarkose auf 1500 Euro belaufen. Den Hauptteil des Betrags mache dabei die Narkose aus. Weitere Behandlungen werden notwendig sein. Der rumänische Tierschutzverein kommt laut Stach nicht für die Kosten auf. Der Weinberghof hofft jetzt, dass sich Spender finden, die helfen, die Tierarztkosten zu finanzieren. Außerdem werden für Cody neue Besitzer gesucht. Kontakt und Informationen gibt es unter der Telefonnummer (0 60 85) 98 80 42 oder auf www.weinberghof.com.


Bald ist Weihnachten. Schenken Sie doch einfach einem lieben Menschen 6 Wochen lang die Zeitung für die Region für nur 19,90 EUR.
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2016
Mehr zum Thema
Kommentare (1)
Ich habe die Sicherung von Cody mitverfolgt.
Es war sehr dramatisch
Warum ein Profi keinen Suchhund bei einer Distanznarkose dabei hat, ist mir unverständlich, außerdem sollte immer ein Tierarzt zugegen sein. Es mehr
handelt sich immerhin um eine Narkose und die auch noch überdosiert!!!
Tierarztkosten in Höhe von 1500 Euro? Oder wird für den Profi
gesammelt, denn das wäre nicht das erste mal, dass für solche
Einsätze von ihm Spenden gesammelt werden. Die Menschen die spenden sollten schon aufgeklärt werden.

(Anm. d. Red.: Die genannte Summe wird zur Deckung der Gesamtkosten verwendet. Wir haben das entsprechend im Artikel geändert, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.)
Mehr aus Region Wetzlar