Wie Weihnachten im Februar

UNTERSTÜTZUNG Käthe-Kollwitz-Schule beschenkt 140 Kinder im Camp in der Spilburg

Mäppchen, Stifte, Spielzeuge, Handtücher und viele weitere kleine Geschenke hatten Schulleiterin Inge Denninhoff (l.), ihre Kollegen und Schüler für die rund 140 Kinder im Camp mitgebracht. (Foto: Pöllmitz)

Foto: hp

Schon vor Weihnachten hatten Schüler und Lehrer der Wetzlarer Schule mehr als 70 Päckchen für die Kinder verschiedener Altersgruppen gepackt. "An unserer Schule sind 37 Nationen vertreten und für die Schülervertretung stand fest: Wir wollen etwas für die Flüchtlingskinder tun", erläuterte Schulleiterin Inge Denninghoff.

Sie war am Samstag zusammen mit ihrem Stellvertreter Karsten Wilke und Abteilungsleiterin Christine Koch in die große Halle des Camps gekommen, das eine Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen ist.

Mit dabei waren auch Jan Germann, Patrick Fuhr, Isabell Ebert und Senol Yilmaz von der Schülervertretung, die beim Verteilen der Geschenke halfen. Federmäppchen, kleine Spielzeuge, Handtücher und Vieles mehr warteten schön verpackt auf die Empfänger. Doch zuvor gab es eine herzerfrischende Begegnung zwischen Kindern: Der Kinderchor Ra Ta Tui der Wetzlarer Tafel um Gertrud und Dirk Schmalenbach sorgte für eine schwungvolle Begrüßung und brachte Große und Kleine zum Klatschen, Mitmachen und Strahlen.

Schnell war alle Zurückhaltung überwunden, die Musik baute Brücken und "Gördi" Schmalenbach hatte mit ihrer herzlichen Art auch gleich ein kleines Mädchen auf dem Arm.

Auch Alex Peter vom Förderverein Jugendschach hatte etwas mitgebracht. Er überreichte einige Schachspiele, die im Büro der Leitung des Camps sofort aufgebaut wurden.

Weitere Kontakte und Besuche zwischen Kindern und Jugend im Camp und der Schule sind geplant

"Ich freue mich, dass wir heute quasi eine verspätete Weihnachtsbescherung machen", sagte Friedhelm Block von der Leitung des Camps. Vor Weihnachten sei wegen der Umbauphase auf dem Areal keine Zeit gewesen.

"Wir haben überlegt, wie wir den Kindern eine Freude machen können und dann diese Ideen umgesetzt", sagte Inge Denninghoff. Weitere Kontakte und Unterstützung seien geplant. So kündigte die Schulleiterin an, Kinder und Jugendliche aus der Einrichtung in der Spilburg auch in den Unterricht einzuladen.

Schmalenbachs boten ein Sing-Projekt mit dem Chor Ra Ta Tui an und Alex Peter erläuterte: "Wer Schach spielen kann, findet überall in Deutschland Schachclubs, Freunde und Anschluss - egal wohin es ihn verschlägt." (hp)


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