Unterstützt wurde Mathes von Felix Waidhas. Der 17 Jahre alte Bonbadener Schüler stellte dabei eindrucksvoll unter Beweis, dass er sich schon ein erhebliches Wissen in Sachen Heimatkunde angeeignet hat. So wusste er unterwegs am sogenannten "Börnchen", einem Ort der heute Spaziergänger zum Verweilen einlädt, zu berichten, dass von dieser Stelle am Eulbach der Braunfelser Stadtteil mit Wasser versorgt wurde.
1926 wurden dort drei Quellen eingefasst und die erste Wasserleitung von dort aus nach Bonbaden gebaut. Am 19. Juni 1927 fand die feierliche Einweihung satt. Die Wasserleitung löste von da an die damals üblichen Hausbrunnen ab.
Begonnen hatte die Wanderung am Kindergarten, wo der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Siegbert Bender, die Grenzgänger begrüßte. Diesmal führte die Route in das Grenzgebiet zwischen Bonbaden, Oberndorf und Laufdorf , in den sogenannten Röderwald.
Wissenswertes über einen Fürsten, tausend Füchse und einen Dreimärker
Der Name "Rinnwald" , wie die Bonbadener diesen Bereich bezeichnen, entstammt wohl aus dem Dialekt. Genaueres wussten auch die älteren unter den Bonbadener Wanderern nicht zur Erklärung beizutragen. Etwa 1,5 Kilometer östlich der "Oberndorfer Hütte", an der Grenze zu Oberndorf, war früher das Bergwerk "Grube Ferdinand". Dort wurde Roteisenstein zunächst im Tagebau später auch in Stollen abgebaut. Benannt worden war sie nach dem gleichnamigen Fürsten zu Solms-Braunfels.
Über das Grubenfeld führte der jetzt mühsame Weg vorbei an einem Gedenkstein mitten im Wald. Am 17. Januar 1885 hatte Fürst Ferdinand dort seinen eintausendsten Fuchs geschossen, erklärte Waidhas die Inschrift.
In Richtung Rohrmoos-Untertal-Hütte trafen die Wanderer auf einen sogenannten "Dreimärker" ,der auf die Grenze zwischen Bonbaden, Laufdorf und Oberndorf hinwies. Der dreieckige Grenzstein sei Mitte des 19. Jahrhunderts gesetzt worden, so Mathes, der nebenamtlich auch Grenzsteinbeauftragter im Lahn-Dill-Kreis ist.
An der Hütte wartete bereits die Feuerwehr mit Erbsensuppe und Glühwein. Talabwärts, vorbei am "Börnche", führte der Weg schließlich zum Schützenhaus an der Hainbachsmühle. Der Bonbadener Frauenchor sorgte dort mit frisch gebackenen Waffeln und Kaffee und die Schützen mit Getränken für einen gelungenen Ausklang.
Einen Wurstkorb gewann Andreas Schultz, der die Frage nach der Anzahl der in Bonbaden verliehenen Grubenfelder mit 44 richtig beantwortete.






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