Dass Straßenschäden in der Region gehäuft festzustellen sind, sei bekannt. Jedoch wertet Venohr den Straßenzustand in den beiden Bischoffener Ortsteilen Roßbach und Wilsbach, vor allem in Roßbach, als "katastrophal". Besonders schlimm sei es am Ortseingang in Roßbach von Niederweidbach her kommend.
Neben den vielen, vielen Schlaglöchern - mit einem Durchmesser von bis zu etwa 80 Zentimetern - fällt auf, dass die Teerdecke stellenweise aufgebrochen ist und sich schon der Schotter durchdrückt. Die Straßendecke weist zahlreiche Risse auf und zur Seite hin ist die Fahrbahn zum Teil abgesenkt. Dies wiederum hat zur Folge, dass Auto- und Zweiradfahrer diesen Bereich als Slalomstrecke sehen müssen, damit sie möglichst die vielen Löcher umfahren; die Pkw "nur", um die Stoßdämpfer nicht zu sehr zu strapazieren. Für Zweiradfahrer besteht aber durch diesen bröckeligen Straßenlage zudem eine erhebliche Unfallgefahr. Venohr macht klar, dass die Zuständigkeit für die Sanierung der Landesstraße 3287 eben beim Land liegt. Und er verweist darauf, dass die Gemeinde nach dem harten Winter, der weitere erhebliche Schäden an der L 3287 verursachte, mehrfach auf die Dringlichkeit der Sanierung hingewiesen und eine grundhafte Erneuerung der Straße gefordert habe.
Die Verkehrssicherheit sei insbesondere in Roßbach nicht mehr gegeben, fürchtet der Bürgermeister und warnt: Sollte vor dem Winter die Fahrbahn in Wilsbach nicht saniert werden, wird sich der Zustand der L 3287 dort so verschlechtern, wie dies bereits in Roßbach der Fall ist. Es sei nicht damit getan, schadhafte Stellen zu flicken. Vielmehr müsste der Straßenbelag in den maroden Abschnitten abgefräst und neuer aufgebracht werden. Schon vor Jahren habe die Gemeinde Bischoffen einen Antrag bei der Landesregierung gestellt, eben die Ortsdurchfahrten in den beiden Dörfern komplett zu sanieren. Hier sei aber bisher noch keine Zusage erfolgt, beklagt Venohr.
Und anlässlich eines Ortstermins mit dem ASV Ende Juni 2010 sei ihm zugesichert worden, die Schäden in den Ortsdurchfahrten in den nächsten vier bis sechs Wochen, aber spätestens bis Ende der Sommerferien, zu beheben. Nachdem bis 13. August nichts passiert sei, habe er beim ASV nochmals nachgefragt und auf Erledigung gedrungen. Damals habe er die Zusage erhalten, dass die Instandsetzung innerhalb der nächsten zwei Wochen erledigt werde. Der Sanierungsauftrag sei der zuständigen Straßenmeisterei erteilt worden, Aber auch diese zwei Wochen seien verstrichen, ohne dass sich etwas getan habe.
Landesamt verspricht Reparaturen bis Einbruch des Winters
ASV-Sprecher Marco Gräb gestand auf Nachfrage dieser Zeitung zwar zu, dass das Amt Venohr die Instandsetzung bis Ende August zugesagt habe. Doch das schlechte Wetter machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Generell sei das ASV "dank" des Wetters mit derlei Arbeiten im Verzug. Aber bis zum Einbruch des Winters sollen die übelsten Schadstellen einen neuen Fahrbahnbelag erhalten haben. Das sei aber keine grundhafte Erneuerung, wie erhofft, denn dafür habe das Land Hessen wegen der Haushaltskonsolidierung kein Geld. Was die Reparaturen in den Orten kosten, wusste Gräb nicht. Das hänge vom Umgang der Arbeiten ab und diesen müsse die Straßenmeisterei festlegen.







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