Voraussetzung aller weiteren Überlegungen sei die Erstellung des seit langem überfälligen Bedarfs- und Entwicklungsplans, so Hardt. Dass eine Änderung oder notwendige Anpassung nicht mit der "Brechstange" erfolgen werde, sei dagegen sicher. "Wir wollen auf jeden Fall das ehrenamtliche Engagement erhalten und daher wird es gemeinsame Gespräche mit allen Beteiligten geben", versprach Hardt. Er ließ jedoch seine eigene Frage: "Kann die Großgemeinde finanziell noch acht Feuerwehren in neun Ortsteilen unterhalten?" unbeantwortet.
Die Forderung einer Zusammenlegung auf zwei bis drei Standorte stehe "latent im Raum", so Hartdt. Er machte jedoch deutlich, dass letztlich die 31 Gemeindevertreter die Entscheidungen über das Wohl und Wehe der Wehren treffen würden. Er betonte, es würden in jedem Falle "zeitnahe Gespräche mit den Feuerwehrkameraden erfolgen, damit die wissen, in welche Richtung es geht". Einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses, wie ihn sich der stellvertretende Wehrführer Sebastian Sonntag vorgestellt hatte, schloss der Rathauschef kategorisch aus. Dies sei von der Gemeinde finanziell nicht zu stemmen.
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Nicht gerade rosige Aussichten für die neue Führungsmannschaft, die neu gewählt werden musste. Sonntag warf seinen Hut in den Ring und übergab an den einstimmig bei fünf Enthaltungen gewählten Stefan Schneider. Zuvor war Sonntag als Bewerber für die Wehrführung seinem ehemaligen "Chef" Michael Sellerberg unterlegen, der mit knapper Mehrheit die Mademühlener Wehr eine weitere Amtszeit führen wird. Michael Schneider übernimmt den Posten des Jugendwarts, sein Vertreter ist ab sofort Wolfgang Münch.
Zehn Einsätze habe die Mademühlener Wehr mit ihren 25 Aktiven im vergangenen Jahr absolviert, berichtete Sellerberg. Davon seien acht "offiziell" gewesen. Zweimal wurde ein Schaf aus dem Überlauf der Krombach gerettet und einmal sei ein Boot auf dem Stausee in "Seenot" geraten. Bei Verkehrsunfällen musste die Wehr auslaufendes Öl beziehungsweise Kraftstoff binden.
Friedhelm Wehr: "Die haben von der Materie überhaupt keine Ahnung."
Auf zwei Jahre Feuerwehrverein Mademühlen blickte dessen Vorsitzender Friedhelm Wehr zurück. Mit Stolz berichtete er, dass der Verein mittlerweile 94 Mitglieder in seinen Reihen habe. Die Bevölkerung setze Förderverein in der Regel mit der Freiwilligen Feuerwehr gleich, und das sei auch gut so. Er sei nicht gegründet worden, um einen weiteren Verein in Mademühlen zu installieren, sondern um die Einsatzabteilung vor einer Zentralisierung zu schützen, erklärte Wehr.
Auch habe der Verein die Wehr immer da finanziell unterstützt, wo sich die Kommune zurückgehalten habe. Dies seien mittlerweile zirka 60 000 Euro und er könne sich nicht vorstellen, dass Spender und Mitglieder besonders glücklich seien, wenn die davon angeschafften Ausrüstungsgegenstände in eine Stützpunkt-Wehr übergehen würden. Wehr prangerte die Kommunalpolitiker an: "Die meinen Entscheidungen zu treffen, aber haben von der Materie überhaupt keine Ahnung."
Bei der anschließenden Neuwahl wurde er als Vorsitzender ebenso im Amt bestätigt wie seine Stellvertreterin Sonja Buzalla. Für Benjamin Wehr, der anstelle Joachim Buzallas zum Kassenwart gewählt wurde, übernahm Jessica Zimmermann die Schriftführung.






















