Vier Kreisverkehre auf der "alten" B277, die sich auf ein Gebiet zwischen Bahnhof und Ampelanlage Kreuzung Rodenbach erstrecken, sind hierbei vorgesehen. Ziel dieser Bebauung ist, den derzeit immer noch durch die Kernstadt fließenden starken Lkw-Verkehr aus der Innenstadt herauszubekommen. Doch schon bei der ersten Vorstellung des Konzepts im Rahmen einer Sitzung des CDU-Ortsverbandes am Donnerstagabend sei schnell klar geworden, dass ein Kreisverkehr die Ampelanlage Kreuzung Rodenbach nicht ersetzen könne, erklärt JU-Vorsitzender Patrick Mamok.
Das Gefälle an dieser Stelle sei zu groß und die Bebauung zu eng, bestätigt auch der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, Olaf Schmidt. Er lobt das Engagement der Jungpolitiker, die mit viel Liebe zum Detail tolle Ideen in das Konzept einbrachten und hofft, dass die Essenz aus dem Erarbeiteten kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden kann.
Auch eine Einbahnstraßenregelung der Unteren Hauptstraße mit "schrägen" Parkmöglichkeiten sieht der Entwurf vor. In die Einbahnstraßenregelung würde die Junge Union gern den unteren Bereich der Mühlenstraße integrieren. In diesem Bereich soll auch ein Kreisverkehr die Ampelanlage (vorm Herkules-Center) ersetzen. Durch die Einbahnregelung könnte die Straße verschmälert werden. Hier würden mehr Parkplätze entstehen und der so Karl-Löber-Platz vergrößert, dass für Festivitäten mehr Raum zur Verfügung stände.
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Umsetzung der Projekte ist nicht von heute auf morgen möglich
Im Bereich der Bahnhofstraße bis zum Herkules-Center wünschen sich die jungen Politiker eine Baumbepflanzung. "Unter den Linden" haben sie dieses Projekt genannt, das wahlweise eine Bepflanzung in der Mitte der Fahrbahn oder an den Straßenrändern vorsieht. "Uns ist klar, dass ein solches Projekt nicht von heute auf morgen zu bewältigen ist", erklärt Mamok. Im Zuge der dringend nötigen Straßenerneuerung der Bahnhofstraße, die 2011 sehr stark unter der zeitweisen Brückenschließung der Sechshelden-Talbrücke der A45 litt, könnte die Umgestaltung in Angriff genommen werden. Ebenso stünden für Kanal-, Gas- und Stromerneuerung in den nächsten fünf bis zehn Jahren Erdarbeiten in diesem Bereich an, so seien Kosten zu reduzieren.
Den jungen Leuten ist bewusst, wie viel Geld die von ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen kosten würden. Es gebe jedoch für Stadtentwicklungskonzepte sowohl von der Europäischen Union als auch von Bund und Land Zuschüsse. Die Zuschüsse, die die EU bewillige, beliefen sich dabei auf 50 Prozent der Kosten, erklärt Mamok. Die von ihnen vorgeschlagenen Kreisverkehrsregelung im Innenstadtbereich sei zwar vordergründig eine teure Angelegenheit, doch müsse auch berücksichtigt werden, dass hierbei Ampelanlagen entfallen würden. Bisher haben die Ampeln an einer Bundesstraße gelegen und somit keine Kosten für die Stadt verursacht. Das ändert sich aber mit der Rückstufung der alten Bundesstraße. Eine Ampelanlage wird in Zukunft pro Jahr etwa 30 000 Euro Kosten für die Stadt verursachen, erklärt Mamok.
Ein weiterer Vorschlag betrifft den Parkplatz hinter dem Café Steinseifer. Hier sehen sie Chancen für die Errichtung eines innerstädtischen Kinderspielplatzes. Der Aubach, der in diesem Bereich kein schönes Bild darstelle, könne entweder kanalisiert oder renaturiert werden. Wenn auch das Konzept der jungen Politiker nicht komplett umzusetzen sein wird, so bietet es doch aufgrund der zahlreichen eingebrachten Ideen eine Diskussionsgrundlage für die Stadtentwicklung, wie sie bisher noch nicht vorhanden war. Mamok wünscht sich, dass sich die Bürger daran beteiligen, Lösungen zu finden.























