Im vergangenen Jahr fand die "Kinder-Uni", organisiert vom Herborner Rathaus, zum ersten Mal in der Hohen Schule statt. Wie schon damals begeisterte auch am Donnerstag wieder Wolfgang Laqua vom Liebig-Musem in Gießen mit seinen chemischen Tricks.
"Was machen eigentlich Chemiker?", fragte Laqua gleich am Anfang die Kinder. Die Fünf- und Sechstklässler wussten sofort, dass mit Hilfe der Chemie Medikamente hergestellt und Inhaltsstoffe von Lebensmitteln bestimmt werden.
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"Als Justus Liebig noch Schüler war, gab es die Chemie nur auf Jahrmärkten und wurde noch nicht an den Schulen gelehrt", erzählte der Professor und begann mit seinem ersten Experiment. Mit Spiritus und "Hexenmehl" zauberte er eine Feuerfontäne. Auch mit Eisen und Magnesium erschaffte er den so genannten Gold- und Silberregen, der auch bei Feuerwerken zum Einsatz kommt.
"Nur durch das Experimentieren kann man lernen"
Die Kinder kamen bei den vielen faszinierenden und farbenfrohen Reaktionen nicht aus dem Staunen heraus. Mit Stickstoff, der eine Temperatur von Minus 200 Grad Celsius hatte, ließ Laqua Nebel durch die Schülerreihen schweben und aß im Anschluss einen gefrorenen Keks. "Justus hat in Paris studiert und merkte dort, dass man nur durch das Experimentieren lernen kann", so Wolfgang Laqua.
Und eben dies stellte der Professor in Herborn unter Beweis. Denn genauso überraschend war das Experiment mit einem leeren Hühnerei und Knallgas. Erschrocken zuckten die Kinder zusammen, als der angezündete Wasserstoff im Ei mit Sauerstoff reagierte und die geplatzte Schale mit einem lauten Knall durch die Luft flog.
Auch wenn es manchmal ein wenig komisch roch, hatten die Kinder Spaß und lernten, was die Chemie zu bieten hat.






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