Seit gut 50 Jahren werde über das Projekt geredet, jetzt werde es verwirklicht. Eine schlanke Brücke für Fußgänger und Radfahrer solle für die beiden Stadtteile ganz neue Verbindungen schaffen. Dabei gehe es nicht nur um die Freizeitnutzung, sondern auch um eine Verbindung für den Berufs- und Einkaufsverkehr.
Die Kosten der neuen Stahlbrücke sind nach Angaben von Michael Bassemir aus der Projektsteuerung im Büro der Landesgartenschau auf 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Davon werde etwa 1 Miillion Euro über die Landesförderung abgedeckt.
Die Brücke wird als rückverankerte Hängebrücke mit zwei Stahlpylonen geplant. Zwei 15 Meter hohe Pylone auf beiden Seiten der Lahn stützen die Tragseile ab. "Die Brücke wird auch für Rad- und Wasserwanderer schon von weitem als Landmarke erkennbar sein, denn diese Pylone sind noch einmal um sieben Meter verlängert. Sie bieten somit eine markante Silhouette", beschrieb Dezernentin Weigel-Greilich die Pläne.
Mit einer Breite von vier Metern wird die Brücke ausreichend Platz für Fußgänger und Radfahrer bieten. Zudem reiche die Höhe über der Lahn für den Schiffsverkehr aus - etwa für das Ausflugsboot "Schlammbeiser" der Marinekameradschaft.
Die geplante Brücke hat eine lichte Weite von 50 Metern
Außerdem störe kein Pfeiler im Wasser den Bootsverkehr. Denn die Brücke wird über eine Länge von 50 Metern freitragend zwischen den Widerlagern angelegt. "Durch die horizontal verspannten Stahlseile des Geländers wird das Bauwerk besonders luftig und elegant wirken", versprach die Bürgermeisterin.
Die beiden Einmündungen - in den Leimenkauter Weg im Westen und in die Bootshausstraße im Osten - bilden kleine befestigte Plätze. Sie sollen Treffpunkte oder Orte zum Verweilen sein. Die neue Brücke steht im Zusammenhang mit zwei Vorhaben, die ebenfalls rechtzeitig vor dem Jahr 2014 verwirklicht werden sollen: der Durchstich durch den Bahndamm in Höhe der Dammstraße und der Bau einer Rampe über das Lahnwehr. Dadurch soll ein etwa zwei Kilometer langer Rundkurs für Radler, Inliner und Fußgänger entstehen. Über die Dammstraße gibt es so in Zukunft eine direkte Verbindung zur Innenstadt.
"Untersuchungen lassen ein erhebliches Verlagerungspotenzial von Radfahrten erwarten, die über die neue abkürzende Route erfolgen werden. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass durch die attraktive Verbindung vermehrt auf das Rad umgestiegen wird", erklärte Gerda Weigel-Greilich.






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