Gießen (go). Eine Zivilstreife des Regionalen Verkehrsdienstes Gießen hat am Mittwoch in Gießen ein Lkw-Gespann aus dem Verkehr gezogen, dessen Mängelliste den Beamten die Sprache verschlug. Es war ein älterer Mercedes Klein-Lkw vom Typ 508 mit einem ausgewachsenen Lkw-Anhänger. Dieser überschritt die zulässige Anhängelast von 400 Kilogramm um 600 Prozent. Denn bereits der leere Trailer wog über 2,8 Tonnen. Der 52-jährige Fahrer aus dem Landkreis Gießen hatte am Anhänger ein grünes Kennzeichen von einem seit längerem außer Betrieb gesetzten anderen Lkw angebracht. Zudem fanden die Beamten ein nicht erlaubtes "25-km/h-Schild". Die Druckluftbremsanlage des Hängers war auf den ersten Blick ordnungsgemäß am Zugfahrzeug angeschlossen. Allerdings hatte der Kleinlastwagen gar keine Druckluftanlage. Der Fahrer hatte die Bremsleitungen mit Draht so geschickt befestigt, dass es echt aussah. Es stellte sich zudem heraus, dass für diesen Transport eine nicht zugelassene Anhängerkupplung mit handelsüblichen Schrauben und selbstgebohrten Löchern an einen Querträger gebastelt worden war. Die Ordnungshüter beendeten die Fahrt des Schrott-Gespanns. Auf den Fahrer sowie Halter des Zuges kommt eine ganze Latte von Anzeigen zu. Allein die Überschreitung der Anhängelast wird mit einem Bußgeld in Höhe von einigen Hundert Euro geahndet werden, so Thorsten Mohr, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Gießen.


















