Die Diskussion über Terrorismus und seine Bekämpfung ist derzeit
allgegenwärtig. Rupert von Plottnitz war Anwalt im so genannten
Baader-Meinhof-Prozess: er verteidigte vom Mai 1975 bis zum April 1977 vor dem Oberlandesgericht Stuttgart den RAF-Terroristen Jan-Carl Raspe. Vor über dreißig Jahren fand der Prozess gegen die Anführer der Rote Armee Fraktion statt. Sie waren angeklagt wegen Mordes in vier Fällen und versuchten Mordes in 54 Fällen. Der Prozess war einer der aufwändigsten und längsten der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Zurückblickend auf diese Zeit berichtet Plottnitz über Terrorismus, Strafjustiz und Verteidigungsstrategien aus damaliger und heutiger Sicht.
"Wir bieten hier allen Interessierten die Gelegenheit, ein Stück
deutsche Justiz-Geschichte kennenzulernen und das aus dem
authentischen Blick eines Verteidigers. Wir freuen uns, dass Herr von Plottnitz als kompetenter und prominenter Zeitzeuge unserer Einladung gefolgt ist." An den Vortrag schließt sich eine Diskussion an.
Der Verein Criminalium will der Öffentlichkeit Wesen, Bedeutung und geschichtliches Werden von Strafrechtskultur nahe bringen. Dazu gehören: das Verbrechen, die Verbrechensverfolgung, das
Gerichtsverfahren und der Vollzug in Gefängnissen und Unterbringungseinrichtungen. Ziel des Vereins ist die Schaffung eines Museums, in dem Strafrechtskultur für jedermann sichtbar und verstehbar wird. Mehr Informationen unter http://www.criminalium.de/




Kommentare (1)




Prima,
Herr v. Plottnitz könnte ja als Insider wirklich aus dem Nähkästchen plaudern und zum Beispiel mal die Wahrheit sagen!
Ich wüsste gerne, wer die Kassiber aus dem Stammheimer Knast geschmuggelt hat? Auch Herr v. Plottnitz hatte Zugang! Wer war "Sch."?? etc., etc.,
Nur - er wird die Wahrheit nicht sagen! Also braucht man gar nicht hinzugehen, um sich sein unwahres Geschwafe anzuhören.
W. Klein