Von Auftritt zu Auftritt rückte das Publikum immer näher an die Bühne, denn die Authentizität gewann immer mehr an Güte. Schließlich war es die "Bon-Jovi"-Coverband "Bounce" aus Wülfrath, die bis kurz nach Mitternacht als Hauptattraktion des Mini-Festivals die Fans endgültig in den Bann zog.
Denn bei geschlossenen Augen war fast kein Unterschied zwischen der stimmlichen Präsenz Jon Bon Jovis und des "Bounce"-Sängers Oliver Henrich auszumachen. Mit dem Set, das von Höhepunkt zu Höhepunkt der Heroen aus New Jersey hüpfte, hatte die Tributband ein Leichtes, das Publikum zum Mitfeiern und Mitsingen zu animieren. Was mit "One Wild Night" und "Born To Be My Baby" begann und mit neueren Songs wie "Lost Highway" und "Have A Nice Day" fortgeführt wurde, mündete aber erst spät in ein Finalset aus den alten 80er-Hits wie "Runaway" oder "Livin' On A Prayer". Der kalte Wind, der stetig durch die Burganlage wehte, trübte zwar die Stimmung etwas. Doch mit ihrer überzeugenden Show und vor allem dem Hit "Keep the Faith" als Finale ließ die Gruppe "Bounce" das Publikum bis zuletzt gut gelaunt mitrocken.
Nach der fulminanten zweiten Auflage von "Gleiberg rocks" im vergangenen Jahr, die wegen der"Rodgau Monotones" sogar doppelt so viele Zuhörer anlockte, hatten die Veranstalter Carsten Siebert und Torsten Hartmann (von der Gastgeberband "Mother's Milk") nun nachgelegt. Diesmal sollten ganz nach dem Motto "Zurück zu den Wurzeln" wieder nur Coverbands auf der Burg rocken. Deshalb war das Team auch nicht deprimiert, weil der Burghof nur zur Hälfte gefüllt war.
Bereits die Vorspeisen machten Appetit: Die Gießener Coverbands "Coda" und "Mothers Milk" hatten vor dem Hauptakt zwei Stunden lang den Burghof eingeheizt. So servierte "Coda" um Sänger Michel Schmied einen Rundumschlag so druckvoller Hardrock-Klassiker wie "Stormbringer" ("Deep Purple"), "Holy Diver" ("Dio"), "Heaven and Hell" ("Black Sabbath") oder "Radar Love" ("Golden Earring"). Auch gefiel der 21-jährige Frontmann mit seinem röhrenden, kreischenden, in extremen Höhen schmetternden Timbre. Trotzdem fehlte dem eher dumpfen Klang etwas Esprit.
Gastgeberband "Mothers Milk" steuert Hits von "Red Hot Chili Peppers" bei
Ganz im Stile der "Red Hot Chili Peppers" rockte anschließend "Mothers Milk", zu der neben den beiden Veranstaltern Hartmann (Gesang) und Siebert (Schlagzeug) Christoph Barth (Gitarre) und Benjamin Schäfer (Bass) gehören. Sie boten Hits wie "Californication" oder "By the Way". Als Bonbon traten im Song "Aeroplane" zwei Söhne von Siebert mit Freunden als kleiner Kinderchor auf. Ein Extra-Applaus war ihnen sicher.
Eine Fortsetzung von "Gleiberg rocks" wird es geben, ist Organisator Hartmann sicher. Offen ist, ob die vierte Auflage schon im kommenden Jahr stattfindet, das sei abhängig von der finanziellen Bilanz.







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Die Band CODA besteht auch aus Jürgen Kunze (Bass) und Cede Weber (Drums) und Sascha Reisch (Git.), der Sound bei 3 Bands zu mixen ist auch ziemlich schwer !!
Gruß