Wie Polizei-Pressesprecherin Cornelia Braun vor Ort schilderte, hatte ein Zeuge die Tat gegen 13.50 Uhr gemeldet. Als die Polizei wenig später am Tatort in der Pestalozzistraße eintraf, lag das Opfer sterbend in einer Blutlache auf dem Hof. Nachbarn hatten gesehen, dass der mutmaßliche Täter in Richtung Holztechnikmuseum geflüchtet sei. Im Rahmen der Fahndung wurde er um 14.04 Uhr gefasst. Er sei blutverschmiert gewesen.
Haus für Sohn hergerichtet
Laut Braun ist der vermutliche Täter ein 39-Jähriger aus Surinam, der in Gießen lebt. "Er ist wegen Einbrüchen und Gewaltdelikten polizeilich gut bekannt. Er wurde im Januar aus dem Gefängnis entlassen. Das Messer hatte er bei sich", so die Polizeisprecherin.
Das spätere Opfer sei von Nachbarn darüber informiert worden, "dass irgendjemand ums Haus schleicht", sagte die Cornelia Braun. Wenig später sei der 62-Jährige, der im Wißmarer Gewerbegebiet eine Klempnerei und Kanalreinigung betrieb und dort seit mehreren Jahren wohnte, mit seinem Wagen vorgefahren. Vermutlich sei dann alles "sehr schnell gegangen. Die Autoschlüssel steckten noch im Zündschloss. Das Opfer ist zwei, drei Schritte auf den Hof gegangen und wurde dann vermutlich gleich niedergestochen", so Braun. Eine Auseinandersetzung hatten Zeugen nicht bemerkt.
Das Haus des getöteten Handwerkers stehe leer, berichteten Anwohner. Er habe es mit seinem Sohn, der dort einziehen wolle, hergerichtet. Eine andere Nachbarin berichtete, dass ihr Mann den mutmaßlichen Täter schon länger in der Pestalozzistraße gesehen habe. "Er ging da immer auf und ab. Der hat wohl abgewartet, bis niemand mehr da ist", mutmaßte sie. Der Getötete habe am Vormittag zusammen mit seinem Sohn in dem Haus gearbeitet. Gemeinsam seien sie dann zur Mittagspause weggefahren.







Kommentare (0)











