In den gruselig-spannenden Kurzkrimis kommen dieses Mal auch sieben jugendliche Detektive zum Einsatz. Fünf der insgesamt 15 Autoren von "Lahn Leichen - Halloween & Teen" vermittelten dem Publikum eine kriminell gute, teilweise groteske und oft auch lustige Stimmung.
Ehe man sichs versah, war man mittendrin in einem spektakulären Kriminalfall. Diese Kurzkrimis aus der Region, geschrieben von heimischen Autoren, haben bewiesen, dass das hessische Hinterland als Krimischauplatz kein Stiefkind mehr ist. Erpressung, Mobbing, Hexenverbrennung, tiefe Freundschaften, alte Feindschaften, Halloween-Partys, Mord und Totschlag und Intrigen, eben Verbrechen aller Art, bieten den Stoff für einen "Regionalkrimi".
Die drei Bände der "Lahn-Leichen" sind das Ergebnis von Sabine Dreyer. Die in Wallau lebende Initiatorin und Herausgeberin der Lahn-Leichen arbeitet als freiberufliche Autorin, Lektorin und Werbetexterin, schreibt und redigiert unter anderem regelmäßig für Zeitschriften und Verlage.
Die Autoren Ulla Wraneschitz (Marburg), Eike Schniebs (Gladenbach), Joachim Hesse (Frankenberg), Michael Schmidt (Dautphetal) und der erst 14-jährige Teenautor Leon Bernhammer (Marburg) öffneten den Zuhörern die Augen und zeigten, dass es hier in unserer Region nicht immer so friedlich zugeht, wie es den Anschein hat. Dabei wirken die beschaulichen Plätze im hessischen Hinterland und die romantischen Gegenden an der Lahn in den Kriminalstücken so friedlich, dass man kaum glaubt, was hier hinter verschlossen Türen oder sogar vor aller Augen passieren kann.
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Zuhörer waren aufgefordert bei den Ermittlungen zu helfen
Die Zuhörer waren bei der Vorstellung aufgefordert: Helfen sie bei der Aufklärung, ermitteln sie mit, denn vier Autoren verrieten die Lösung ihrer Geschichte rund um Mord und Intrigen nicht. Einzig Joachim Hesse machte den Mörder seines Krimis "Canterbury" öffentlich.
Die unterschiedlichen Kriminalstücke "Helenas Weg", "Das Elisabeth Komplott", "Deckworzdeuwel" und "Unter Masken" boten spannende und mörderisch gute Unterhaltung. Besonders eindrucksvoll zeigte sich Eike Schniebs, der eine gehörige Portion Schauspielerei und gekonnte Rezitation in seinen Vortrag einfließen ließ.
Die Erlebnis-Krimis sind eingerahmt von 12 ungewöhnlichen Rezepten. Vom "Teufels Blut" über das "Schimmelige Grusel-Brot" bis zum "Geisterfutter für Hunde" reichte die Spanne der kulinarischen Halloween-Rezepte.
Neben diesem kriminalistischen Dinner gab es von Carsten Wenzel und Alexander Ott - bekannt als Begleiter von Lahn-Leichen-Autor Eike Schniebs - den passenden musikalischen Hörgenuss. Flexibel und mit Fingerspitzengefühl gestalteten sie die musikalischen Übergänge.
Nicht ganz glücklich waren die Veranstalter über den aus dem Thekenraum dringenden Geräuschspegel, der die Lesungen zeitweise stark störte. Hier erinnerten sich viele Zuhörer mit Wehmut an die Veranstaltungen der "Literatur auf der Bach" und die dortigen Lesungen am Hackklotz.











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