Start ePaper Newsletter Kontakt Medienhaus Online werben Mein Mittelhessen   Login Registrieren
Mittelhessen.de
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...
mittelhessen-immo.de
Bookmark VersendenDrucken
07.02.2012, 21:07 Uhr

Bad Endbach/Steffenberg-Steinperf

Frauen übergeben 270 Unterschriften


Steinperferinnen bei Bürgermeister Schäfer


Bad Endbach/Steffenberg-Steinperf (val). Die drei Frauen aus Steinperf, die in der vergangenen Woche eine Unterschriftensammlung gegen den geplanten Windpark auf dem Hilsberg gestartet haben, übergaben die Liste gestern Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer (CDU). Darauf haben sich gut 270 Personen eingetragen.






Alexandra Jost (v. re.), Monika Schubert und Susanne Klingelhöfer diskutierten bei der Übergabe der Unterschriftenliste mit Bürgermeister Markus Schäfer. (Foto: Valentin)zoomAlexandra Jost (v. re.), Monika Schubert und Susan... | mittelhessen.de
Es blieb allerdings nicht bei der Listenübergabe. Zwei Stunden lang saßen die Frauen mit dem Bürgermeister zusammen, beide Seiten erklärten einander ihre Sicht der Dinge - die eine, warum der Windpark auf jeden Fall gebaut wird, die andere ihre Ängste und Befürchtungen.

Zwei Argumente nehme er besonders ernst, sagte Schäfer: die der Lärmbelästigung sowie die Sorge um Natur- und Umwelt. Beide könne er verstehen, halte sie aber für unbegründet. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass in Steinperf kein Schall zu hören sein wird" - allein schon aufgrund der Hauptwindrichtung, die den Schall von der Ortslage wegtrage.
Anzeige

Auch das Argument der Frauen, die geplanten Anlagen am Hilsberg seien weit größer als die Bottenhorner, wo sich niemand über Lärm beschwere, versuchte Schäfer zu entkräften. Das Geräusch entstehe in dem Moment, in dem die Rotorblätter am Fuß des Windrades vorbeistreifen. Die Größe der Anlage mache da kaum einen Unterschied - höchstens zwei Dezibel, so Schäfer, und das sei praktisch nicht hörbar.

Der Sorge, dass für die Anlagen die alten Buchenbestände auf dem Hilsberg gerodet werden müssen, hielt Schäfer entgegen, dass diese ohnehin längst schlagreif seien und in den kommenden Jahren gefällt würden. Allerdings sicherte er zu, dass im Rahmen der Mediation auf die Bedenken der Beteiligten eingegangen und geachtet werde. Dazu gehöre auch, dass die Anlagen örtlich verschoben würden, wenn dadurch weniger Bäume gefällt werden müssten. Klar sei aber auch, dass nur solche Lösungen in Frage kommen, die ohne nennenswerte Einbuße bei der Stromausbeute möglich sind.

Schäfer erklärte unter anderem noch, dass heute schon Rücklagen für einen späteren Rückbau der Anlagen gebildet würden und das Landschaftsbild notfalls auch wieder komplett hergestellt werden könne. Er sprach auch von seiner Verpflichtung seiner Gemeinde gegenüber und von dem Ziel: einer eigenen Energiegesellschaft für die Region.

Ausgehend davon diskutierten der Bürgermeister und die Steinperferinnen über bezahlbare Energie als zentrales Zukunftsproblem und den Nutzen, den die Bürger direkt aus den Anlagen ziehen könnten - Stichwort Bürgerwindpark. Sein Schreckgespenst sei, so Schäfer: Dass private Investoren kämen, die Windräder bauten und die gesamte Wertschöpfung in die eigene Tasche steckten. "Dann sollten wir denen doch lieber zuvorkommen und eigene Räder bauen, von denen dann auch die Menschen vor Ort etwas haben", sagte der Bürgermeister.

Den Frauen leuchteten Schäfers Argumente ebenso ein wie ihm die ihren. Sie seien nun besser unterrichtet, was sie bisher von der Politik am meisten vermisst hätten. Und stimmten ihrem Kontrahenten schließlich sogar zu in dem Punkt: Die Akzeptanz der Windräder kann bei den Bürgern mit dem Gefühl wachsen, auch selbst persönlich und direkt an den Anlagen beteiligt zu sein.

Dokumenten Information
Copyright © mittelhessen.de 2012
Dokument erstellt am 07.02.2012 um 21:09:14 Uhr
Zurück weitere Meldungen


Kommentare (0)




Hier geht´s zur Registrierung


Sicherheitscode:
Bitte geben Sie den links
stehenden Code hier ein*:



*Pflichtfelder Bitte beachten Sie unsere Netiquette

Ihr Kommentar wird nach einer
kurzen Prüfung durch unsere
Redaktion veröffentlicht.




Mehr aus Bad Endbach


Gesundheitsberufen fehlt Nachwuchs

Bad Endbach/Marburg. Gesundheitsberufe haben Zukunft, so sollte man meinen. Je besser die Medizin und je älter die Gesellschaft, desto mehr Fachkräfte braucht es auch in der Pflege, Therapie, in Laboren oder Apotheken. Dem erhöhten Personalbedarf und den stets steigenden Anforderungen an diese Fachkräfte stehen sinkende Ausbildungszahlen gegenüber. So manche Schule - wie die für Physiotherapie und Massage in Bad Endbach - muss sogar schließen. mehr






Interesse geweckt?

Bestellen Sie noch heute Ihr Probeabo !
Sie haben noch Fragen? Kontaktieren Sie uns:
Telefon: 06441 / 959-99
E-Mail: service@mittelhessen.de




Träume, um am Leben festzuhalten

Die 25-jährige Marburger Lehramtsstudentin Maria Langstroff hat das Buch "Mundtot!? Wie ich lernte meine Stimme zu erheben - eine sterbenskranke junge Frau erzählt? geschrieben. Sie träumt davon, eine Lesung geben zu können. (Foto: Schreiner/Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) Marburg (red). Ein Buch über den Umgang mit behinderten Menschen ist vor wenigen Tagen erschienen: "Mundtot!? Wie ich lernte meine Stimme zu erheben -... mehr

Feuerwehren stellen sich dem Vergleich

Das Biedenkopfer Feuerwehr-Team mit (v.l.) Michael Größer, Benjamin Wagner, Christian Piechaczek und Daniel Soro ist  mit der Leiter  zum Übungsort unterwegs. Kirchhain/Biedenkopf. Teamgeist, Schnelligkeit und Fachwissen waren beim Leistungsvergleich der freiwilligen Feuerwehren des Landkreises mit... mehr

Der "Stimmungstempel" steht

Über 40 freiwillige Helfer packten beim Zeltaufbau auf dem Hartenroder Festplatz mit an. Mit vereinten Kräften zogen die Freiwilligen die Plane des Zeltdaches über  das Gerüst. Ab Freitag (25. Mai) wird in dem "Stimmungstempel" des Turnvereins gefeiert. (Fotos: Piplies) Bad Endbach-Hartenrod. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest des Turnvereins (TV) Hartenrod gehen in die Endphase. Am Wochenende haben über 40... mehr

Weite Wege für Azubis

Biedenkopf. Mal eben beim Schreiner um die Ecke in die Lehre gehen und einmal wöchentlich zur Berufsschule in die nächste größere Stadt fahren - das... mehr

Nachwuchs übt den Angriff

Die jungen Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr Wolzhausen zeigen  bei einer Löschübung ihr  Können und laden  damit zugleich auch zu seiner Geburtstagsfeier am 30. Juni ein. (Foto: Valentin) Breidenbach-Wolzhausen. Die Jugendfeuerwehr Wolzhausen hat die traditionelle Bratpartie der Einsatzabteilung an Himmelfahrt dazu genutzt... mehr



Mit Video: Training bei 500 Grad



Mit Video: "Ein einmaliges Erlebnis"



Mit Video: Fuchs Felix ist fidel




"Krautscheusel" zieren die "Mitte"

mit 1 Kommentar

Die Mädchen und Jungen des Kindergartens "Kleine Eisscholle? in Friedensdorf haben ihr Wappentier, einen Pinguin, als Vogelscheuche in der "Grünen Mitte" aufgestellt. (Foto: Valentin) Dautphetal-Dautphe. Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) ist sich sicher: "Manchmal muss man einfach etwas Verrücktes machen... mehr


Anzeigen und Anzeigenservice:

Verlagsbeilagen
alle ansehen

Videos - Hinterland
Bad Endbach-Bottenhorn: Mit Video: "Ein einmaliges Erlebnis"
Bad Endbach-Bottenhorn. Auftakt nach Maß für das "Jubiläums-Flugplatzfest": Zum 50-jährigen Bestehen der... mehr

Bad Laasphe: Mit Video: Hund schlägt bei Hausbrand Alarm
Bad Laasphe (red). In der Nacht zu Dienstag ist in Bad Laasphe ein Holzbohlenblockhaus in der Straße Obere Rote Hardt... mehr

Kirchhain-Burgholz: Mit Video: Routine trotz Schreckensszenario
Kirchhain-Burgholz. Mit einer spektakulären Übung für die Rettungsassistenten in Ausbildung wurde in Burgholz das... mehr


Abo und Abo-Service:

Blättern Sie sich hier durch unser Donnerstag-Magazin

Bildergalerien Region Hinterland

Leserreporter fürs Hinterland
Holzhäuser Wanderfreunde bewältigen Extratour "Köhlerweg" ohne Köhler und Meiler
Die erste Extratour des Lahn-Dill-Bergland-Pfades im Jahr 2012 ging für die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde... mehr

Holzhäuser Turmfest gut besucht
Bei herrlichstem Frühjahrswette r veranstalteten die Wanderfreunde Holzhausen im OHGV am 01. Mai ihr diesjähriges ... mehr

Hier schreibt Lesereporterin Rosi Dausend: Holzhäuser wieder auf dem Lahnhöhenweg unterwegs
Dautphetal-Holzhausen. Die 11. Etappe des bekannten Lahnhöhenweges nahmen die Wanderfreundinnen und Wanderfreunde des... mehr


Das neue lokale Immobilienportal

Diskussion Uni-Klinikum
Marburg: "Privatisierung ist gescheitert"
Marburg. Rund 70 Minuten haben sie gestritten, ihre Meinungen zum Stellenabbau am Marburger Uniklinikum... mehr


Veranstaltungskalender für Mittelhessen


Blickpunkt-Krankenhaus-Logo

TV - Tipps für heute Abend


Prospektbeilagen
alle ansehen

Leserreporter


Zm Branchenbuch