In der frühen Saison erwartete Trainerin Nathalie Richter keine Höhenflüge ihrer Schützlinge. Ganz im Gegenteil, wie sie sagte, wäre nach den spezifischen Umstellungen und Weiterentwicklungen des Aufbautrainings eher etwas falsch gelaufen, wenn die Schwimmer jetzt schon mit Topzeiten am Start wären. Immerhin platzierten sich Lea Bischofsberger und Sabrina Försterling viermal in den Medaillenrängen, auch wenn das Ergebnis mit einer Gold-, einer Silber- und zwei Bronzemedaillen überschaubar blieb.
Fortwährende Rückenprobleme werfen Sabrina Försterling (Jg. 97) in ihrer ehrgeizigen Leistungskurve zurück. In ihren fünf Rennen kämpfte sie über 50 m Freistil (29,57) fokussiert und nahm verdient eine Silbermedaille sowie zwei Bronzemedaillen über 50 m Schmetterling (34,55) und 50 m Rücken (35,75) mit nach Hause. Ebenfalls gut im Rennen lag Vereinskameradin Lea Bischofsberger (Jg. 95), die sich über 200 m Rücken über eine Goldmedaille freute.
Für eine Überraschung sorgte Newcomer Franz Rabe (Jg. 96), dem die Wettkampfroutine noch gänzlich fehlt. In seinem ersten Rennen des Tages wurde er für einen Frühstart über 50 m Freistil disqualifiziert. Ruhiger ging er es über 50 m Schmetterling an (36,34/8.), bevor er mit Coolness zum ersten Mal über 200 m Freistil startete. Für den Geschmack der Trainerin viel zu schnell angegangen, was die neue Bestmarke bei der 100-Meter-Wende bestätigte, profitierte er durch den enormen technischen Zugewinn und brachte sein Rennen beherzt mit persönlicher Bestzeit (2:34,72/5.) zu Ende.
Auf der einst ungeliebten Freistilstrecke etabliert sich Brustspezialistin Sarah Oßwald (1998). Der individuelle Aufbau trägt Früchte, wie sie in ihren Wettkämpfen über 50 m und 200 m Freistil mit einer Verbesserung der persönlichen Bestzeit um 14 Sekunden auf 2:51,35 Minuten glänzend unter Beweis stellte. Pech hatte Vereinskameradin Christina Rieß (1997), die im "Blindflug" auf ihrer Paradestrecke 100 m Brust (1:28,32) das Rennen meisterte, nachdem ihr beim Start die Schwimmbrille wegrutschte. Die Chancen auf das Siegerpodest waren genommen, so dass sie sich mit dem 4. Platz zufrieden geben musste. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch verbesserte sie immerhin ihre Bestmarke über 100 m Lagen (1:21,93/8.).
Das Trainingsdefizit machte sich bei Langstrecklerin Frederike Will (Jg. 96) bemerkbar. Über 200 m Freistil blieb sie klar hinter ihren Möglichkeiten, jedoch entwickelte sie über 100 m Lagen neue Perspektiven. Zu Recht freute sich der dreizehnjährige Fynn Pfeiffer über seine Leistung über 200 m Rücken (3:04,43/5.), wo er sich in einem von Anfang an konzentriertem Rennen um 11 Sekunden verbesserte.






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