Die mittlerweile angewandte Form der Feuerwehrleistungsübungen ist an die einsatzmäßigen Erfordernisse der Feuerwehr angelehnt. "Nicht der reine Wettkampf nach Sekunden und Punkten, sondern vielmehr die fachliche Qualifikation und die Leistung des gesamten Teams im Umgang mit dem feuerwehrtechnischen Gerät sowie die richtige Lösung der gestellten Aufgaben entscheiden über die Platzierung der Gruppen", erläuterte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, Gesamtleitender des Leistungsvergleichs.
15 Fachfragen zu feuerwehrtechnischem Wissen mit Themen wie Brennen und Löschen, Schlauchkunde, Feuerlöscher, Unfallverhütung und Einsatzlehre mussten im theoretischen Leistungsteil beantwortet werden. Dafür hatten die Feuerwehrleute zehn Minuten Zeit.
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Gewähltes Szenario entspricht Anforderungen des Ernstfalls
Bei der praktischen Übung wurde ein Brand in einem Wohnhaus angenommen. Eine Person wurde im Gebäude vermisst. Außerdem drohte das Feuer auf andere Gebäudeteile überzugreifen. Übungsziele waren die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Innenangriff und die Verhinderung eines sogenannten Feuerüberschlages. Bei dieser Übungsform kann nicht nur die neunköpfige Löschgruppe, sondern mit der nächstkleineren Einsatzform auch die Staffel bestehend aus sechs Feuerwehrleuten teilnehmen. Dies entspricht der Ausrückstärke vieler freiwilliger Feuerwehren. Auf den zumeist eingesetzten Fahrzeugen können nämlich lediglich sechs Feuerwehrleute aufsitzen. "Die gestellten Aufgaben kommen einem realistischen Einsatzgeschehen sehr nahe und decken fast alle Herausforderungen ab, die uns bei einem Wohnungsbrand begegnen können", erläuterte Stefan Schienbein, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes. Die Zeitvorgabe für die Löschgruppe betrug dabei 7,5 Minuten, die sechsköpfige Staffel hatte 8,5 Minuten Zeit. Die verschiedenen Teams wurden von Schiedsrichtern, die diesmal vom Schwalm-Eder Kreis und dem Kreis Waldeck Frankenberg gestellt wurden, beurteilt und bewertet.
Über die gegenüber dem Vorjahr wiederum gestiegene Zahl der teilnehmenden Mannschaften aus dem Kreisgebiet freute sich der Kreisbrandinspektor. "Die neue und zeitgemäße Übungsform hat offensichtlich noch mehr Mannschaften zur Teilnahme motiviert", so Lars Schäfer. Besonders freute den Kreisbrandinspektor, dass seit vielen Jahren auch wieder eine Mannschaft der freiwilligen Feuerwehr Marburg Mitte teilgenommen hat. Die drei besten Mannschaften qualifizierten sich für den Regionalentscheid des Regierungspräsidiums und haben dort die Chance, ein Ticket für den Landesentscheid zu lösen. Bei der Siegerehrung am späten Nachmittag gratulierte Landrat Robert Fischbach den Gewinnern und dankte allen angetretenen Teams für ihre Teilnahme und die intensive Vorbereitung auf den Wettkampf. Lobend erwähnte er die Feuerwehr Kirchhain, die trotz der Umbauarbeiten am Feuerwehrstützpunkt wieder für perfekte Rahmenbedingungen gesorgt hatte.






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