Das größte Aufgebot mit 70 Schwimmern stellte der Marburger SV, die sich mit 36 Gold-, 38 Silber- und 40 Bronzemedaillen, sowie unzähligen persönlichen Bestzeiten gekonnt in Szene setzten.
Eine gute Gelegenheit für den Marburger SV beim vereinseigenen Wettkampf die ganze Bandbreite der spezifischen Nachwuchsarbeit zu präsentieren. Viele kleine aufgeregte Nachwuchstalente, wie die achtjährigen Cora Brüning, Emma Brandel, Hanna Bonacker, Lucy Fiedler, Sophie Herrmann, Hannah Albrecht, Jay Pause, sowie Helena Stockschläeger, Puria Razavi (beide 2002) und Lilith Diehl, Lilie Gräser, Marie-Luise Friedrich, gingen für den MSV zum ersten Mal an den Start. Teilweise auf den ersten Plätzen zu finden, stand die Freude und Begeisterung nach der geglückten "Feuertaufe" den Kindern regelrecht ins Gesicht geschrieben.
Schon etwas länger greifen Emma Nagel und Clara Nessler (beide 2000) ins Wettkampfgeschehen ein. Obwohl Emma eigentlich in der Brustlage zu Hause ist, wird sie langsam durch Trainerin Nathalie Richter im Freistilschwimmen aufgebaut. Zwar reichte es nicht ganz für die ersten Plätze bei Emma, aber bei ihren vier Starts glänzte sie durch vier deutliche persönliche Bestzeiten. Clara Nessler hingegen konnte sich in ihren stilistisch einwandfreien Rennen über 50 m/100 m Freistil, sowie 50 m/100 m Brust über eine Silbermedaille und vier persönliche Bestzeiten freuen. Der Trainingsfleiß von Vanessa Kapski (1999) schlug sich in drei persönlichen Bestzeiten über 50 m (46,38/5.) und 100 m Rücken (1:50,33/4.) sowie 100 m Freistil (1:36,85/6.) nieder, wo sie sich um knapp 8 Sekunden verbesserte. Neuzugang Franz Rabe (1996) hat in den letzten Wochen einiges bei Nathalie Richter dazugelernt. Mit einer Silbermedaille über 50 m Brust (0:40,53) und dreimal Bronze in persönlicher Bestzeit über 50 m (33,02)/100 m Freistil (1:13,98) sowie 100 m Brust (1:31,39) unterbot er die Vorgaben deutlich. In einem packenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Vereinskameraden, gab es deutliche Verbesserungen auch für Alexander Peterburs (1995), der mit zwei persönlichen Bestzeiten über 50 m (32,65/7.) und 100 m Freistil (1:14,03/4.) punkten konnte.
Der Triumphzug von Trainerin Nathalie Richter setzt sich auch in diesem Jahr weiter fort. Beweist sie mit ihrer Hingabe zum Schwimmsport doch ein wahres Händchen für den einzelnen Schwimmer. Mit Nils Becker (2000), Fynn Pfeiffer (1999) und Sarah Oßwald (1998) prüften drei Kandidaten für die Hessischen Meisterschaften der Jüngeren am kommenden Wochenende in Frankfurt nochmals ihre Form. Knapp über seinen Bestzeiten lag Nils, wobei er vier Bronzemedaillen mit nach Hause nimmt. Gut im Rennen war Fynn, der bei seinen sechs Starts über 50 m (33,16/1.), 200 m (2:49,28/3.), 400 m Freistil (6:26,89/3.), sowie 100 m Freistil, 50 m Schmetterling und 50 m Rücken immerhin drei deutliche persönliche Bestzeiten und eine Gold-, zwei Silber-, und drei Bronzemedaillen gewann. Auch Sarah wusste mit guten Platzierungen und persönlichen Bestzeiten über 50 m Brust (43,89/1.) und 100 m Freistil (1:28,50/4.) zu überzeugen. Im Endergebnis schlugen drei Gold-, eine Silber-, und eine Bronzemedaille bei ihr zu Buche.
Ein Garant für Bestzeiten und Platzierungen in den Medaillenrängen ist Sabrina Försterling (1997). Längst ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft, was Sabrina bei ihren sieben Starts mit sechs persönlichen Bestzeiten und sieben Goldmedaillen eindrucksvoll unter Beweis zu stellen wusste. Mit einer Topzeit von 29,05 Sekunden über 50 m Freistil rangiert sie mittlerweile auf Platz 3 der Hessischen Bestenliste. Vereinskameradin Christina Rieß (1997) lag zwar knapp über ihren jeweiligen Bestzeiten, doch freute sie sich über zwei Goldmedaillen über 50 m Brust und 100 m Brust, sowie zwei Silbermedaillen über 50 m Schmetterling und 100 m Lagen.
Eine lange Durststrecke liegt hinter Lea Bischofsberger (1995), die endlich für ihren kontinuierlichen Trainingsfleiß mit deutlich glänzenden Bestzeiten über 50 m (37,78/3.) und 100 m Rücken (1:23,58/3.), 50 m (32:95/4.) und 100 m Freistil (1:13,22/3.) belohnt wurde. In ewiger Konkurrenz steht ihre Vereinskameradin Lea Faust (1995), die jeweils in ihren Rennen mit persönlichen Bestzeiten einen Moment schneller war. Obwohl Chris Schleich (1996) laut Trainerin Nathalie Richter "mit dem Wasser zaubert", musste er über 100 m Brust eine Demonstration des überragenden Könnens des frisch gebackenen Deutschen Jahrgangsmeisters von 2011 Florian Schepp (1996/TSV Stadtallendorf) hinnehmen, der mit einer Bahn Vorsprung in 01:05,15 Minuten im Ziel anschlug. Nichtsdestotrotz sind die Endergebnisse von Chris beeindruckend, der über 50 m Brust (39,23), 50 m Schmetterling (34,75) und 100 m Freistil (1:08,10) jeweils Goldmedaillen gewonnen hat, sowie über 100 m Brust (1:24,24) und 50 m Freistil (30,67) Silber.Ehrgeizige Ziele steckte sich Lucas Schremb (1993), der bei seinen elf Starts das größte Pensum der Leistungsgruppe zu absolvieren hatte. Mit zwei Gold-, vier Silber-, und zwei Bronzemedaillen, sowie vier deutlichen persönlichen Bestzeiten setzte er klare Zeichen. Für ein Highlight zum Abschluss sorgte zur eigenen Überraschung Philipp Stieler (1990), der in seinem Rennen über 100 m Freistil regelrecht durchs Wasser pflügte und damit locker die 1:00er-Schallmauer mit 0:59,77 Minuten durchbrach. Auch bei seinen Starts über 50 m Freistil, Brust und Schmetterling blieb er nur knapp über seinen Bestzeiten, so dass er sich über weitere Gold-, und Bronzemedaillen freuen durfte. Ebenso gut lief es für Ulrich Wiese (1994), der in einem stilistisch einwandfreien Rennen über 50 m Schmetterling in einer Topzeit von 29,11 Sekunden regelrecht über sich hinausgewachsen ist und mit Gold belohnt wurde.
Theresa Herrmann (1992) machte für ihre Verhältnisse Quantensprünge in der Entwicklung. Bei den Bezirksmeisterschaften in Dillenburg schon gut dabei, lieferte sie bei fünf Starts fünf persönliche Bestzeiten ab. Nach einer längeren Trainingspause findet Frederike Will (1996) langsam wieder in ihren Rhythmus. Zwei persönliche Bestzeiten und vier Goldmedaillen über 50 m Rücken (39,51), 50 m (31,59), 200 m (2:35,19) und 400 m Freistil (5:31,03) waren ein starker Auftritt. Hoch gesteckte Ziele hatte der erfolgreiche Triathlet Frédéric Schwarz (1996). Umso erfreulicher war die Ausbeute an persönlichen Bestzeiten über 50 m Freistil (30,37/1.) und 400 m Freistil (5:40,44/1.), wo er sich um mehr als 20 Sekunden verbesserte, sowie 50 m Schmetterling (39,82/2.) und 100 m Freistil (1:09,13/2.).
Das große Aufgebot von Schwimmern machte es dem Marburger SV in diesem Jahr möglich, gleich vier Mannschaften für die jeweiligen Staffeln über 4x50 m Freistil mixed offen und 4x50 m Freistil mixed Jahrgang 1997-2003 zu melden. Während der Marburger SV in der "Offenen Klasse" die Plätze unter sich ausmachte, mussten die Jüngeren sich in der Besetzung Nils Becker, Vanessa Kapski, Fynn Pfeiffer und Sarah Oßwald der Mannschaft vom VfL 1860 Marburg, zeitgleich mit dem TSV Battenberg, geschlagen geben. Durch Zielrichterentscheid wurde die Mannschaft des Marburger SV auf den 3. Platz gesetzt.







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