Gisela Babel machte auf das kleine, kaum sichtbare Detail eines kleinen roten Dreiecks innerhalb der wuchtigen Komposition aufmerksam, die aus großen dynamisch den hellen Hintergrund versperrenden schwarzen Balken gebildet wird.
Der 1947 in Zwenkau bei Leipzig geborene Künstler lebt in Berlin, wo er eine Professur für die Hochschule der Gestaltung in Berlin inne hat. Grimmling hatte in den 70er Jahren in Dresden und Leipzig unter anderem bei Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer und Gerhard Kettner studiert. Er war Mitinitiator des legendären ersten Leipziger Herbstsalons - einer halblegalen Ausstellung in Leipzig 1984, in deren Folge ein Teil der dort ausstellenden Künstler die DDR verließen.
Gisela Babel schilderte, wie es dazu kam, dass Grimmling 1987 - ein Jahr nach dessen Ausreise aus der ehemaligen DDR nach West-Berlin - im Marburger Universitätsmuseum seine erste große Ausstellung hatte. Babel ging neben der problematischen politischen Situation auch auf die Entwicklung des Künstlers von seinen frühen Figurenbildern bis zu den seit den 90er Jahren vorherrschenden abstrakten "Versperrungen" ein.
Es folgt Reinhard Balzer
Zu sehen waren auch ein weiteres Gemälde von Grimmling aus dem Bestand des Museums, "Zu schnell gelaufener Hase" von 1985, und eine aktuelle Leihgabe der Marburger Galerie Schmalfuss.
Die nächste Prominenten-Führung findet am Donnerstag, 10. Juni, um 18 Uhr statt mit einem Vortrag von Reinhard Balzer, dem ersten Vorsitzenden des Freundeskreises des Mineralogischen Museums.



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