Die Kita im Erdgeschoss der Staatsanwaltschaft war Mitte der 90er Jahre als Baustein zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Mitarbeiter der Limburger Justizbehörden gedacht. Es konnten bis zu 15 Kinder im Alter ab 18 Monaten aufgenommen werden. Nach Angaben der Leitenden Oberstaatsanwältin Almut von Anshelm zeigte sich schon bald, dass dieses Angebot keine starke Nachfrage fand.
Deshalb wurde die Einrichtung auch für weitere Kinder geöffnet. Zuletzt wurde die Kita von elf Kindern besucht. 2009 und im laufenden Jahr war kein "Justizkind" mehr dabei. Von Anshelm: "Unsere Bediensteten wohnen zum großen Teil außerhalb von Limburg. Für die meisten ist es wichtiger, dass ihre Kinder in ihrem Wohnort in den Kindergarten gehen, wo sie auch ihre späteren Schulkameraden haben." Der Verein "Lahn-Kinderkrippen", ein anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, ist am 1. August mit zwei Gruppen in der Kita "Villa Kunterbunt" gestartet. Eine dritte Gruppe sei im Aufbau, berichtete die Geschäftsführerin, Diplom-Pädagogin Annemarie Lobenhofer. Sowohl die beiden Erzieherinnen als auch Einrichtungen und Spielsachen aus der Justiz-Tagesstätte wurden vom Verein gerne übernommen; denn: "Aufbau und die Möblierung sind sehr kostenintensiv, daher sind wir als Elterninitiative auf lokale Unterstützung, Eltern und Firmen angewiesen", sagte Lobenhofer.
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Verein betreibt jetzt insgesamt fünf Einrichtungen im Kreis
Der Verein betreibt derzeit vier Kinderkrippen im Kreis Limburg-Weilburg an den Standorten Elz, Limburg-Blumenrod, Beselich und Weilmünster - und neuerdings die "Villa Kunterbunt". Dort werden Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit betreut. "In- und außerhalb des Mehrgenerationenhauses soll für die Kinder das Motto ,voneinander lernen, miteinander leben und einander unterstützen erlebbar werden", sagte Lobenhofer. Die Kita ist bei Bedarf ganzjährig und ganztags geöffnet, üblicherweise montags bis freitags von 7.45 bis 16.45 Uhr.






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