Zur fünften Jahreszeit haben die Narren Merenberg das Sagen, wie Sitzungspräsident Jürgen Wenzel in einer launigen Rede feststellte. Die "Holdeser" Straße sei zum Glück für Bürgermeister Reiner Kuhl rechtzeitig zum Fastnachtsumzug fertig geworden, stellte das Elferrats-Oberhaupt fest, um sogleich weitere Forderungen der Narrenschar kundzutun.
Urgestein Hartmut Stoll hat bei 31 Sitzungen nie gefehlt
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Die von Heike Molitor und Andrea Engelmann trainierte Funkengarde bot etwas fürs Auge und begeisterte mit "Schatzi, schenk mir ein Foto", das die Stimmung im Saal gleich ansteigen ließ. Als "Tanzmaus" eroberte Uwe Vorländer aus Reichenborn die Bütt und ließ das Publikum im rosa Tütü an seiner ersten Ballettstunde teilhaben. Bejubelt wurde sein graziler Auftritt im "Schwanensee".
Premiere feierten die "Burgmädchen", die im Stile der sechziger Jahre mit kurzem Minirock, Lederjacke und hoch toupierten Haaren Rock'n Roll tanzten. Mit Florian Ludwig feierte ein weiteres Nachwuchstalent der Merenberger Fastnacht Premiere in der Bütt und überzeugte auf Anhieb mit seinem Vortrag über die verschiedenen Phasen des Alkoholkonsums. Der Friedhof in Merenberg ist Treffpunkt der "Klageweiber", die dort nicht nur das Dorfgeschehen gründlich unter die Lupe nehmen, sondern durch die Gießkanne auch signalisieren, ob sie wieder bereit sind für eine neue Liebe.
Später am Abend verwandelten sich die Trauerschnallen als "Wilde Weiber Bande" in wahre Stimmungskanonen, die dem Publikum mit Hitparaden-Hits mächtig einheizten. 31 Fastnachtssitzungen, in keiner hat Urgestein Hartmut Stoll gefehlt. Diesmal erzählte er aus dem Alltag eines Ehemanns.
Nächtliche Einbrecher, die von attraktiven Polizistinnen geschnappt werden, ließen die "Crazy legs" in ihrem Tanz lebendig werden - einstudiert von Claudia Ritter. Sportliche Höchstleistungen zeigten die Turnerinnen der SG Merenberg. Mit seinen roten Haaren und dem vorlauten Mundwerk eroberte Harald Becker als "Pumuckl" die Herzen seines Publikums. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt des Merenberger Burgballetts, das eine Nacht im Museum verbrachte. In ihrer Choreografie ließen die jungen Damen scheinbar tote Gegenstände plötzlich zu Leben erwachen und durch die Ausstellungsräume tanzen. Nicht ins Museum, sondern in eine Backstube entführte das Männerballett "Tornados", die als Bäcker Werbung für den Berufszweig machten. Beide Darbietungen hatte Katja Petrik-Berger mit den Tanzgruppen einstudiert. Den Schlusspunkt unter das Programm setzten die jungen Männer von "Standgas", die mit einem "Einkehrschwung" in der Skihütte landeten und dann mit Après-Ski-Hits einheizten.





















