Obwohl es im Gewölbekeller des Runkeler Burgmannes-Hauses ein wenig kühl war, wurde Zugabe um Zugabe gefordert: Die Zuhörer rutschten enger zusammen und genossen die musikalischen Geschichten. Einen guten Griff gemacht hatten Brunhild und Wolfgang Quaschinski vom Burgmannen-Haus mit dem Engagement des Trios für ihre Veranstaltung im Rahmen der Kulturwoche "tArt-Orte". Allerdings hätte die Veranstaltung einen besseren Publikumsbesuch verdient.
Eike Schniebs versteht es mit Wörtern Bilder in die Köpfe seiner Gegenüber zu projezieren. Man leidet mit bei seinen Geschichten, so wie beispielsweise der mit dem Titel "Die Lesung": Es geht um den den Auftritt eines Autors und zweier Musiker in einem Lokal. An einem großen Tisch sitzen betuchte Damen, die zwar Geld in der Tasche haben, der Lesung jedoch kein Gehör schenken. Stattdessen bestellen sie Kaffee. Und zwar solchen Kaffee, der jedes Mal frisch gemahlen wird - während der Autor liest. Er leidet, das Publikum fühlt mit, und den Protagonisten verfolgt nachts im Traum eine turmhohe Kaffeemaschine.
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Duo spielt Klassiker
Sinnlichkeit machte sich bei "Melancholie" breit, dem ein Briefwechsel mit einer alten Freundin zugrunde liegt. Über die aufregende Zeit der Jugend, in der Liebe wie ein Traum erscheint und voller Geheimnisse steckt - und auch so schwer sein kann.
Andere Seiten zeigte Eike Schniebs dann bei einem Krimi der Reihe "Lahnkrimis". Und wieder andere in seinen Gedichten - beispielsweise vom "Fichtenhund" oder den ersten Buchstaben der Tochter auf der Schreibmaschine und allerlei Knüttelreimen.
Als Gast las dann Ekkehard Voigt seine Geschichte "Der Verdacht" vor, in der es um einen Diebstahl geht.
Zwischen den Vorträgen verzauberten die beiden Gitarristen Alexander Ott und Dr. Carsten Wenzel das Publikum. Sie gehören der vierköpfigen Band "Scale hill" aus Biedenkopf an und touren seit 2007 als Duo mit Eike Schniebs durch die Lande. Die beiden begeisterten das Publikum mit eigenen Stücken sowie mit interpretierten Musik-Meilensteinen wie "Dust in the wind", I shut the sherif" oder "Aint no sunshine when shes gone". Ein unvergesslicher Abend.





















