Marcus Schnitzspahn, 34 Jahre, aus Eschhofen: "Eigentlich bin ich eher ein Freund vom Sommer, allerdings habe ich mit dem Winter und der Kälte auch keine Probleme, solange es trocken und windstill ist. Aufgrund meines Berufes als Schornsteinfeger bin ich ständig Draußen und Drinnen unterwegs. Daher fällt es mit der Auswahl der Kleidung nicht allzu leicht. In der Regel packe ich mich richtig ein, was allerdings, wenn wir Drinnen arbeiten, nicht unbedingt von Vorteil ist, da man dann geschwitzt wieder in die Kälte muss. Zugefroren ist bei mir im Winter allerdings noch nichts, auch kein Türschloss vom Auto und keine Wasserleitung. Der Winter und die damit verbundene Kälte gehört nun mal zu dieser Jahreszeit dazu. Allerdings ist es schon eine Weile her, als ich einen solch kalten Winter erlebt habe. Auch als Fußballer ist es nicht ganz einfach, eine anständige Vorbereitung auf die Beine zu stellen, da eine vernünftige Trainingseinheit kaum möglich ist. Die Sportplätze sind zugefroren und vereist. Daher können nur wenige Einheiten in der Halle durchgeführt werden."
Linda Haus, 26 Jahre, aus Burgsolms: "Da ich momentan in Elternzeit bin, muss ich zum Glück nicht all zu oft nach Draußen in die Kälte gehen. Mit warm eingestellter Fußbodenheizung und viel Teetrinken lässt es sich gut aushalten. Aber selbst im Haus ist man nicht gegen die Tücken der Eiseskälte gewappnet. An einem Morgen waren bei uns mehrere Rollläden an den Fensterbänken festgefroren. Der tägliche Spaziergang mit Kind wird trotz der Minusgrade durchgezogen. Lästig ist nur das dicke Einpacken mit Jacke, Mütze und Schal. Generell mag ich die trockene Kälte und vor allem den Sonnenschein dazu, aber den eisigen Wind bin ich leid. Man sollte ihn am besten gegen 15 Zentimeter Schnee eintauschen können. Dann wäre die Winterwelt perfekt."
Anzeige
Daniel Oszvald, 28 Jahre, aus Odersbach: "Bei dieser Kälte drehe ich am liebsten die Heizung auf, mache mir eine Suppe oder einen heißen Tee, kuschele mich auf meine Couch und schaue fern. Vor dem Losfahren muss man das Auto frei kratzen. Ein großer Nachteil bei dieser Kälte ist, dass man schneller krank wird. Aber das gehört eben zum Winter dazu. Es sah ja auch lange Zeit so aus, als würde der Winter gar nicht kommen. Von daher sollte man sich jetzt nicht beschweren."
Ilse Schuy, 52 Jahre, aus Weinbach: "Ich gehe trotz der kühlen Temperaturen jeden Tag ein Stück bei uns im Wald spazieren und wenn es nur eine halbe Stunde ist. Obst ist bei uns sehr wichtig wie auch Gemüse. Abends eine Tasse heiße Milch mit Honig und ein schönes warmes Fußbad tun bei diesen Temperaturen richtig gut. Als wir letzte Woche im Stubaital waren, mussten wir unser Auto erst einmal komplett frei schaufeln. Von mir aus könnte es jetzt sofort Frühling werden und mit den Temperaturen wieder aufwärts gehen."
Bericht S.1, Aus aller Welt S.7, Weilburg und Umland S.17

























