Die Chancen, dass es so kommt, sind kräftig gestiegen, denn einer der größten Brocken in der Planung konnte jetzt beiseite geräumt werden: Die Flurbereinigung ist abgeschlossen.
Wie Erk in einem Gespräch mit dem TAGEBLATT betonte, wurde am vergangenen Freitag bei einem Gespräch mit Vertretern der beteiligten Behörden bekannt, dass für das Flurbereinigungsverfahren derzeit 40 Hektar Fläche zur Verfügung stehen. Zehn davon hatten Stadt und Bund beigesteuert, 30 wurden durch das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (heute Hessen Mobil) im vergangenen Jahr aufgekauft. Benötigt werden für das Verfahren etwa 30 Hektar. Wolfgang Erk: "Damit ist einer der schwersten Brocken beiseite geräumt".
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Um das Flurbereinigungverfahren für die 6,6 Kilometer lange Umgehung, deren Kosten mit 31,3 Millionen Euro veranschlagt werden, hatte es lange Debatte gegeben. Der ursprüngliche Vorschlag, wonach jeder Grundeigentümer in dem Gebiet einen Teil Fläche abgeben sollte, wurde verworfen. Stattdessen einigte man sich darauf, dass Flächen aufgekauft werden und es dann zum Tausch kommt. Dies alles soll endgültig noch in diesem Frühjahr abgeschlossen sein.
Fest steht jetzt auch, dass die sogenannten "Augärten" am Emsbach aus dem Verfahren herausgenommen sind. Wolfgang Erk: "Klar ist auch, dass die Kosten für das Flurbereinigungsverfahren nicht zu Lasten der Eigentümer gehen, die übernimmt der Bund".
Wolfgang Erk: "Einer der schwersten Brocken ist nun beiseite geräumt"
Damit könnte dann auch in etwa einem Jahr das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden. Dann beginnen die Detailplanungen und die Ausschreibungen. Und wenn dann das Baurecht vorliegt, steht der nächste dicke Brocken an: die Finanzierung. Anfang des Jahres hatte es um diesen Punkt einige Aufregung gegeben. Die Bad Camberger Grünen hatten heraus gefunden, dass das Bad Camberger Projekt aus dem Fünfjahresplan für den Ausbau der Bundesfernstraßen 2011 bis 2015 herausgenommen wurde.
Wolfgang Erk zeigte sich gelassen: "Wir müssen ja erst einmal mit der Planung fertig werden. Dann können wir hingehen und sagen, wir wollen Geld. Ich hoffe, dass wir 2015 mit dem Bau beginnen können". Wie lange schon der Kampf um eine Umgehung der Bundesstraße 8 geht, zeigt ein Blick in Akten aus 1954: Schon damals schilderte die Verwaltung dem Regierungspräsidium die prekäre Lage der Kneipp-Stadt und drängte auf eine baldige Verbesserung.























