Was sollen sie tun, die Weilburger Stadtverordneten? Dem Vorschlag des Bürgermeisters folgen und die Stadthalle aufgeben? Dann nähmen sie in Kauf, dass die Kernstadt ihren Bürgern keinen Raum mehr bieten kann für größere kulturelle Veranstaltungen, für Schulaufführungen, für Theater.
Trotzig auf Sanierung beharren? Dann müssten sie gleichzeitig erklären, woher sie die 2,24 Millionen Euro nehmen wollen, um eine Halle zu sanieren, die noch nicht einmal der Stadt gehört.
Den Eigentümer daran erinnern, dass Eigentum verpflichtet? Dann hätte die Stadt trotzdem die Kosten zu tragen, verteilt über Jahrzehnte: Über eine schmerzhaft höhere Hallenmiete.
Über einen Hallen-Neubau am Stadtrand spekulieren? Ein Acht-Millionen-Kredit dafür wäre schwerlich der Kommunalaufsicht zu erklären – von einer Kommune, die angesichts schon vorhandener Schulden mit dem Gedanken spielt, unter den kommunalen Schutzschirm des Landes zu schlüpfen.
So oder so: Sie sitzen in der Falle, die Weilburger Stadtverordneten: Wie immer sie entscheiden, es wird Kritik hageln. In Zeiten wie diesen macht Kommunalpolitik manchmal wenig bis gar keinen Spaß.






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