Das Gericht unter Vorsitz von Richter Klaus Krekel billigte dabei eine Strafaussetzung zur Bewährung. Die verheiratete Bulgarin und Mutter einer sechsjährigen Tochter, die nach eigenen Angaben seit Herbst im Raum Dortmund lebt, kündigte eine sofortige Ausreise aus der Bundesrepublik an. Seit dem Vorfall am 25. November hatte sie in der Frauenvollzugsanstalt in Frankfurt-Preungesheim eingesessen.
Zunächst leugnete sie die Straftat, wie zuvor schon bei ihrer polizeilichen Vernehmung. Dabei war sie als Mittäterin bei dem Diebstahl identifiziert worden. Eine 62-jährige Kundin war während ihres Einkaufs am frühen Nachmittag von der Angeklagten vor der Obst- und Gemüsetheke auf den Preis von Apfelsinen angesprochen worden. Diese kurze Ablenkung hatte die bislang unbekannte Mittäterin ausgenutzt und ihr die Geldbörse mit 165 Euro Bargeld entwendet.
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Als die Kundin den Diebstahl bemerkte, wollte die Angeklagte aus dem Markt flüchten. Personal kam der Bestohlenen zur Hilfe und hielt die Tatverdächtige bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Mittäterin konnte samt Diebesgut unerkannt entkommen.
26-Jährige gesteht vor Gericht
Staatsanwalt Bernd Weiß hatte keine Zweifel an der Täterschaft der 26-Jährigen, war sie doch erst vier Tage vorher bei einem versuchten Trickdiebstahl in Menden (Sauerland) ertappt worden. Opfer war dort eine 84-jährige Rentnerin. Bereits im Oktober war die Angeklagte in Köln bei einem Diebstahl auffällig geworden. Erst nach Rücksprache mit ihrer Verteidigerin Andrea Wetz (Wetzlar) räumte sie auch den Diebstahl in Ehringshausen ein.
Ihre Mittäterin wollte sie allerdings nicht nennen. Als Motiv für ihre Diebstahlsserie gab sie die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in ihrem Heimatland an. Weder sie noch ihr Ehemann hätten Arbeit. Das Urteil ist rechtskräftig.





















