Unter dem Motto "Das wusste mir geasdn schunn, das mir das hau net mie weasse" ging es im Bürgerhaus los. Und ganz entgegen des närrischen Leitmotivs unterhielt der Karnevalclubs Erda (KCE) 1980 mit unvergesslichen Stunden.
Pünktlich um 20.11 Uhr tänzelten die "Närrischen Acht" grazil und mit Sitzungspräsidentin Kirsten Meisel an der Spitze zu den klassischen Klängen des "Rondo Veneziano" in den Saal und sorgten mit ihren fantasievoll-schillernden Kostümen für Aufmerksamkeit, um dann in der Gondel unter der Rialtobrücke gleich Fahrt aufzunehmen.
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Mit einem flotten Tanz eröffnete die Garde des Karnevalclubs die Sitzung bevor das bekannte Duo "HeiDi" (Heinz Bördner und Diana Brück) mit einem Zwiegespräch "in der Bahnhofskneipe" ebenso die Lacher auf seiner Seite hatte, wie Heinz Bördner solo, der seine Büttenreden selbst schreibt und von einer Wohnungsrenovierung und dem "Fenstersturz" seiner besseren Hälfte berichtete, an dem er nicht ganz unschuldig war. "Wilde Katzen" hatten sich indes über die gemeindlichen Grenzen begeben, waren aus dem benachbarten Frankenbach in das Hoheitsgebiet nach Erda "eingedrungen" und begeisterten hier mit ihrem Showtanz Helele und einem Waka-Waka-Mix.
Männerballett verschenkt Tulpen, Schnalle hält Schwung nicht stand
Hatten die Närrinnen noch zu Beginn allen männlichen Wesen abgeschworen, blieb dies für den Rest des Abends keineswegs so. Schon mit dem King of Rock n Rock "Dick Shepherd", hinter dem sich der Licher Dirk Schäfer verbirgt, betrat Elvis mit seinen Songs die Bühne. Dazu kam, dass der leicht nervöse "Shepherd" dabei immer wieder versuchte, die Schnalle seines Gürtels zu fixieren, die seinen schwungvollen Bewegungen nicht standhalten wollte.
Das alles trug dazu bei, dass die Stimmungswellen beizeiten hoch schwappten und der "Canal Grande" in Bewegung geriet. Nicht zuletzt auch durch die beiden Dompteure "Siegfried & Roy" (Dominik Meister und Timo Bräuer) vom Karnevalsverein Bellersdorf, die alles daran setzten, ihre beiden Raubkatzen (Thomas Beecht und Ronny Fischer) zu bändigen.
Mit dem "Auftritt" von Wencke Myrhe, Drafi Deutscher, Heino und anderen Schlagerinterpreten sorgten die "Närrischen Acht" selbst für Furore.
Das lockte auch "Bacchus" (Steffen Beppler) an, der sich als Gott des Weins und der sinnlichen Lüste vorstellte und dabei gleichzeitig vorgab, beidem abgeschworen zu haben. Schönheit fordere ihren Tribut, erinnerte er auch an die Rituale der Antike. Damals habe das Baden in Eselsmilch bekanntlich Erfolge gezeigt.
Mit ihrem Showtanz "Tulpen aus Amsterdam" tanzten im Anschluss acht voluminöse, blonde Niederländerinnen des KCE-Männerballetts in Holzschuhen über die Bühne und vergaßen dabei nicht, die Närrinnen mit Blumen zu beglücken. Zu Gast waren schließlich auch das Prinzenballett SG 08 Oberbiel, das einen Gardetanz aufführte, und die Feuerwache I aus Wetzlar mit der Tanzvorführung "Pokerface".
Das Duo Klatschmohn (Andrea Scherrer und Marion Späth) begab sich dann auf die Suche nach "Erwin". Anke Kauer und Anke Schleenbecker-Baumann outeten sich als FBI-Agenten.
Mit "Belle Travue", einer Travestie-Show mit Gesang, boten Marco Herrmann und Björn Hahn den krönenden Abschluss der vierstündigen Show, bei der Kai Speier als Gondoliere und Mundschenk keinen der Närrinnen und Narren verdursten ließ.























